Vor etwa 3500 Jahren empfing Mose die beiden Steintafeln mit den Zehn Geboten. Die Tafeln wurden in der Bundeslade aufbewahrt. In dieser wurden sie während der 40-jährigen Wüstenreise mitgeführt und kamen später ins Allerheiligste des Tempels.
Die jüdische Tradition lehrt, dass auf der einen Tafel die Gebote stehen, die das Verhältnis zwischen Gott und Mensch betreffen, und auf der anderen die Gebote, die den Bereich des Zwischenmenschlichen regeln. Für die Israeliten bzw. die Juden sind sie verpflichtende Gesetze, während Nichtjuden gleichfalls durch ihre Beachtung ein heiligeres und erfüllteres Leben führen können.
Die Zehn Gebote[1] sind auch heute ein guter Leitfaden, sie sind aktueller denn je.
- Ich bin der Herr, dein Gott
Wir leben in einer Zeit des kulturellen Relativismus. Die Säkularisation hat die Moral zu einer Frage individueller Vorlieben gemacht. In einer Welt ohne absolute Wahrheit sind Begriffe wie Sünde, Böses, Unrecht ohne maßgebliche Bedeutung. Heute verurteilt man hingegen denjenigen wegen angeblicher Intoleranz, der verderbliche Handlungen kritisiert.
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