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Erster Beirut-Angriff seit drei Wochen: Israel tötet iranischen Kommandeur der Imam-Hussein-Division

„Diese Kommandeure arbeiteten daran, Terroranschläge gegen IDF-Truppen und israelische Bürger voranzutreiben und durchzuführen“

Panzer und gepanzerte Fahrzeuge der israelischen Armee an einem Sammelplatz nahe der israelisch-libanesischen Grenze inmitten des andauernden Krieges mit dem Iran und der Hisbollah. Foto: Ayal Margolin/Flash90
Panzer und gepanzerte Fahrzeuge der israelischen Armee an einem Sammelplatz nahe der israelisch-libanesischen Grenze inmitten des andauernden Krieges mit dem Iran und der Hisbollah. Foto: Ayal Margolin/Flash90

Während die Waffenstillstandsverhandlungen mit dem Iran auf der Zielgeraden sind, hat Israel am Mittwoch seinen ersten Angriff auf Beirut seit dem 6. Mai durchgeführt – und damit eine von Washington gesetzte rote Linie überquert. Das Ziel: Ali al-Husni, Kommandeur der Raketentruppe der Imam-Hussein-Division – einer iranischen Einheit, die eng mit der Hisbollah kooperiert.

 

Beirut-Angriff trotz US-Warnung – Hisbollah-Kommandeur getötet

Israel führte am Mittwochabend seinen ersten Luftangriff auf Beirut seit fast drei Wochen durch – nachdem es auf ausdrückliche Bitte Trumps von Angriffen auf die libanesische Hauptstadt abgesehen hatte. Das Ziel war Ali al-Husni, Kommandeur der Raketentruppe der Imam-Hussein-Division, einer iranischen Miliz, die eng mit der Hisbollah zusammenarbeitet.

Gleichzeitig bestätigte die IDF die Tötung zweier weiterer prominenter Hisbollah-Kommandeure: Muhammad Ali Bazi, Geheimdienstchef der regionalen Nasr-Division der Hisbollah, sowie Hussein Hassan Romani, Leiter der Luftabwehr der Terrororganisation. „Diese Kommandeure arbeiteten daran, Terroranschläge gegen IDF-Truppen und israelische Bürger voranzutreiben und durchzuführen“, erklärte das Militär.

Seit Beginn des Waffenstillstands im Libanon am 16. April hat die IDF nach eigenen Angaben mehr als 220 Hisbollah-Operative getötet, die eine Bedrohung für Truppen und israelische Zivilisten darstellten.

 

Hisbollah rüstet sich für Vergeltung – IDF verbietet Nordveranstaltungen

Trotz der Bestätigung der Tötung des Radwan-Kommandeurs Ahmad Ghaleb Balout – des höchstrangigen Hisbollah-Offiziellen, den Israel seit November 2025 eliminiert hat – hatte die Hisbollah bis Redaktionsschluss nicht forciert reagiert. Dennoch zog die IDF die Konsequenzen: Am frühen Donnerstagabend verbot die IDF Veranstaltungen in den Nordgrenzgemeinden, da man befürchtete, die Hisbollah könnte ihre Angriffe als Reaktion auf die Tötung eskalieren.

Der Angriff auf Beirut ist politisch brisant: Washington hatte Israel ausdrücklich aufgefordert, keine Gebäude in Beirut zum Einsturz zu bringen, solange die US-Iran-Verhandlungen laufen. Dass Jerusalem diese Warnung nun ignoriert hat, zeigt: Israel lässt sich von einem möglichen Friedensdeal nicht davon abhalten, gegen iranische Infrastruktur im Libanon vorzugehen – erst recht nicht, wenn diese Infrastruktur aktiv israelische Soldaten bedroht.

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Patrick Callahan

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