Mojtaba Khameinei wurde am 8. September 1969 in Mashhad als zweites Kind in die aserbaidschanisch-persische Familie Khamenei hineingeboren. Neun Jahre alt war er, als die Islamische Revolution seinen Vater zu einer Führergestalt werden ließ.
Der ultrakonservative Schiit hat Psychologie und Psychoanalyse studiert. Er spricht fließend Englisch. Als Kleriker mittleren Ranges unterrichtete er am Qom-Seminar Theologie. 1987 trat er den Revolutionsgarden (IRGC) bei und diente im Iran-Irak-Krieg. Auf die Basij-Miliz soll er Einfluss gehabt haben.
Obwohl Mojtaba als wahrscheinlichster Nachfolger seines Vaters galt, soll seine Wahl umstritten gewesen sein.
GELD REGIERT DIE WELT
Mojtaba kontrolliert wohl bedeutende Anlagen in Banken wie der Bank Ayandeh. Eine einjährige Untersuchung von Bloomberg kam im Januar 2026 zu dem Schluss, dass Khamenei mit einem Offshore-Finanznetzwerk in Verbindung steht, das dazu dient, Vermögenswerte außerhalb des Iran zu halten und zu transferieren. Zu den gemeldeten Vermögenswerten zählen hochwertige Immobilien in London und Dubai sowie Beteiligungen in Schifffahrt, Bankwesen und Gastgewerbe in Europa. Der Untersuchung zufolge wurden die Vermögenswerte in der Regel nicht auf Khameneis Namen gehalten, sondern über Mittelsmänner strukturiert.
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