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Wird Trumps Friedensplan Jerusalem teilen?

Der israelische Fernsehsender „Channel 13“ gab gestern in seinen Abendnachrichten Einzelheiten des als “Jahrhundert-Deal” bezeichneten Friedensplans von US-Präsident Donald Trump bekannt. Der Sender bezog sich dabei auf eine amerikanische Quelle.

Foto: Nati Shohat/Flash90

Der israelische Fernsehsender Channel 13 gab gestern in seinen Abendnachrichten Einzelheiten des als “Jahrhundert-Deal” bezeichneten Friedensplans von US-Präsident Donald Trump bekannt. Der Sender bezog sich dabei auf eine amerikanische Quelle.
Dieser Quelle zufolge würde der Friedensplan die Errichtung eines Palästinensischen Staates auf etwas 90 Prozent der Fläche von Judäa und Samaria beinhalten. Hauptstadt dieses Staates soll Ost-Jerusalem sein.

Weiter würden die Amerikaner verlangen, das sich isolierte jüdische Siedlungen nicht über ihre Grenzen hinaus ausweiten dürften, illegale Außenposten sollen dem Plan zufolge evakuiert werden. Insgesamt würde der Palästinensische Staat auf einer Flächer größer als ein zweidrittel der heutigen A- und B-Gebiete, die unter schon jetzt unter der Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde stehen.

Trump würde, so die zitierte Quelle, versuchen wollen, Jerusalem in zwei Hauptstädte aufzuteilen, der Westen der Stadt als israelische und die arabischen und palästinensischen Stadtteile im Osten als palästinensische Hauptstadt.

Der Tempelberg, die Klagemauer und der Ölberg sollen unter israelischer Souveränität verbleiben, allerdings gemeinsam mit den “Palästinensern” verwaltet werden.

Nach der Veröffentlichung des Plans gab die “Neue Rechte”-Partei von Naftali Bennet und Ayelet Shaked eine Erklärung ab und sagte, dass man niemals in einer Regierung sitzen würde, die Jerusalem teilen und einen palästinensischen Staat errichten würde.

Später meldete sich auch der amerikanische Sondergesandte Jason Greenblatt zu Wort. Auf seinem Twitterkonto schrieb er: “Spekulationen über den Inhalt des Friedensplan ist nicht hilfreich. Nur sehr wenige Menschen auf dem Planeten kennen seinen Inhalt…In der nächsten Zeit werden ungenannte Quellen aus nicht reinen Gründen Berichte an die Medien und andere weitergeben. Die Verbreitung von verzerrten oder voreingenommene Geschichten an die Medien ist unverantwortlich und schädlich für den Prozess. Israelis und Palästinenser verdienen es besser…”

Anfang des Monats sagte der amerikanische Botschafter in Israel, David Friedman, dass die Vereinigten Staaten ihren Friedensplan nicht in der näheren Zukunft veröffentlichen werden. Die Veröffentlichung werde um einige Monate verschoben werden. Die anstehenden Wahlen in Israel sei ein Faktor, aber nicht der einzige, für diese Entscheidung gewesen.

Archivbild: US-Präsident Donald Trump an der Klagemauer während seines Besuches in Jerusalem im Mai 2017 (Foto: Nati Shohat/Flash90)

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Patrick Callahan

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