MitgliederWer hat Angst vorm Gottesstaat?

Ist die Errichtung eines Gottesstaates in Israel möglich? Dies ist eine Frage, die sich ausländische Medien in den letzten Wochen wiederholt gestellt haben.

von Aviel Schneider |
Foto: Flash90/Aharon Krohn

Zunächst müsste man klären, was genau ein Außenstehender unter dem Begriff Gottesstaat versteht. Eine Theokratie, Hierokratie oder eine religiöse Herrschaftsform à la islamische Scharia? Vielleicht ist aber auch der Begriff „Gottesstaat“ keine angemessene Definition dessen, worüber religiöse und säkulare Juden im Land momentan streiten? Ist Israel nicht ohnehin schon ein Staat Gottes, seit das Volk Israel wieder in seiner biblischen Heimat lebt und wohnt? So oder so, in den führenden Medien und den sozialen Netzwerken läuft eine Debatte zum Verhältnis zwischen Gott, Bibel und Politik. Religion und Politik sind im israelischen Staatswesen integriert, ein Umstand, der in den westlichen, christlichen Staaten nicht mehr gegeben ist. In Israel spielt Gott noch immer eine Rolle in der Politik, und das bereitet den Menschen Sorgen.

Ins Rollen gebracht wurde die Debatte durch ein Rundfunkinterview mit Bezalel Smotrich, dem Knessetabgeordneten der nationalreligiösen „Union der rechten Parteien“. Smotrich hatte den Wunsch geäußert, in der nächsten Regierung unter Benjamin Netanjahu als Justizminister zu dienen. „Israels Justizsystem muss wieder auf der Thora basieren. Das jüdische...

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