Traditionen haben es nicht leicht mit neuen Ideen. Neue Strukturen, Erfindungen und Gedanken erschüttern Gebräuche und alte Vorstellungen. In Israel besteht die orthodoxe Gesellschaft, die 12 Prozent der jüdischen Gesellschaft ausmacht, auf ihre strenge Tradition. Diese Menschen isolieren sich von der israelischen Gesellschaft, damit sie nicht in Sünde fallen. Die jüdische Orthodoxie glaubt fest daran, dass ihr diszipliniertes Thoralernen und andere Rituale Israel und die Welt retten. Da hilft kein Überreden und nicht einmal Gefahren wie ein wuchernder Virus. Aus ihrer Sicht darf ihre Tradition nicht angetastet werden, erst recht nicht von Menschen, die sich nicht an die jüdischen Gebote halten, wie Israels säkulare und gottlose Regierung. Aber dies ist menschlich und nicht nur ein jüdisches Verhalten. Auch in christlichen Kreisen kann man zuweilen derartige Verhaltensweisen beobachten. So stehen manche Kirchen und Gemeinden neuen Ideen, Gedanken und Technologien äußerst skeptisch gegenüber. Sie befürchten ebenso wie orthodoxe Juden, dass durch derlei Einflüsse ihre heile Welt und Tradition verloren gehe. Ob es uns gefällt oder nicht, es gibt immer wieder soziale Wandel oder Kulturwandel, die unsere Gesellschaften in ihren sozialen und kulturellen...
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