Natürlich arbeiten Inlands- und Auslandsgeheimdienste fieberhaft daran, potentielle Täter von Anschlägen abzuhalten, und flüchtige Attentäter ausfindig zu machen. Doch auch auf politischer Ebene wird heftig diskutiert, welche Lösungsansätze die richtigen seien.
Hochrangige israelische Entscheidungsträger haben nun beschlossen, dass nahen Familienmitgliedern von Palästinensern, die einen Terroranschlag verübt haben, die Arbeitserlaubnis für Israel annulliert wird. Zusätzlich wird ihnen auch die Ausreisegenehmigung nach Jordanien gestrichen. Die Entscheidung kam nach dem letzten Anschlag in Gusch Etzion: Der Attentäter hatte seiner Mutter im Vorfeld erklärt, er werde einen Anschlag ausführen, und sie hatte nichts unternommen, um ihn abzuhalten.
Premierminister Netanjahu hat sich am Montag mit dem Verteidigungsminister und hochrangigen Armeeoffizieren getroffen, um darüber zu beraten, ob es in Zukunft möglich ist, die Familien der Terroristen in den Gazastreifen auszuweisen.
Der Innenminister Silvan Schalom ist dabei, ein Gesetz zu entwerfen, das vorsieht, Terroristen und Bürgern, die den israelischen Staat hintergangen haben, die Staatsbürgerschaft zu entziehen.




