Seit gestern Abend sind israelische Polizisten und Grenzschutz-Polizisten mit der Räumung von 13 Häusern in der illegalen Siedlung West-Tapuach in Samaria beschäftigt. Die Gebäude stehen auf Grundstücken, die sich in palästinensischem Privatbesitz befinden und auf Anweisung des Gerichts abgerissen werden müssen.
Die Bewohner der Häuser haben diese bereits verlassen, ohne sich zu widersetzen. Doch danach hatten sich zahlreiche Jugendliche in der Siedlung eingefunden, um sich gegen die Räumung mit den israelischen Sicherheitskräften auseinanderzusetzen. Mehrere hundert Polizisten waren an der Räumung der Gebäude beteiligt.
Die Jugendlichen verschanzten sich in den Häusern und warfen Steine und andere Gegenstände und schütteten Bleichmittel auf die Polizisten. Bei den Auseinandersetzungen wurden 11 Polizisten leicht verletzt. Seitens der Demonstranten gab es fünf Verletzte. Sechs von ihnen wurden festgenommen. Später am Tag sollen die Häuser abgerissen werden.
Der Vorsitzende des Landkreises Samaria, Yossi Dayan, rief die Regierungsminister dazu auf, die Räumung und den Abriss der Häuser zu stoppen. „Die meisten Häuser sind bereits in ein Gebiet, das nicht Teil des umstrittenes Gebietes ist, verlegt worden“, sagte er. „Es gibt keinen Grund, mit dieser ‘freiwilligen’ Räumung fortzufahren. Die Familien, viele von ihnen mit mehreren Kindern, brauchen ein Zuhause. Sie haben im letzten Jahr genug gelitten, in der Zeit vor der geplanten Räumung. Es kann nicht sein, dass sich die Regierung, die sich als nationale Regierung sieht, weiter an der Verfolgung der Familien beteiligt, die bereits in die Verlegung der Häuser investiert haben. Es gibt tausende von illegal gebauten arabischen Häusern in der Region, die nicht geräumt wurden, wegen ‘Personalmangel’. Ich rufe die Minister auf, wenigstens, die Häuser, die verlegt wurden, nicht abzureissen.“
„Ich bin mir sicher, dass Ihr heute morgen auch den Abriss einer weiteren Siedlung im Land Israel bereuen. Stoppt diese weitere unnötige Zerstörung“, sagte er weiter.




