Verfälscht Israel die Geschichte?

Das palästinensische Amt für Auswärtige Angelegenheiten wirft Israel Geschichtsklitterung vor und forderte die Vereinten Nationen auf, moralische Verantwortung für Israels archäologische Ausgrabungen auf „besetztem palästinensischen Land“ zu übernehmen.

von Israel Heute Redaktion |
Foto: Zivilverwaltung für Judäa und Samaria

Das palästinensische Amt für Auswärtige Angelegenheiten wirft Israel Geschichtsklitterung vor. Am Dienstag ging bei der UN, bei der UNESCO und dem World Travel and Tourism Council telefonisch das Anliegen ein, die UN möge doch bitte legale und moralische Verantwortung für Israels archäologische Ausgrabungen auf „besetztem palästinensischen Land“ übernehmen und eine internationale Kommission einsetzen, die sich mit diesem Problem auseinandersetzt.

In ihrer Erklärung warnten die Palästinenser Archäologen weltweit davor, an diesem „Verbrechen“ teilzunehmen, weil eine potentielle Involvierung an den Ausgrabungen eine legale Tragweite habe und den akademischen Werdegang beschädigen könne. Gefordert wurde desweiteren, dass Museen in aller Welt alle archäologischen Funde, die in Israel ausgegraben worden sind, untersuchen und sie ablehnen, sollten sie aus „besetztem palästinensischen Gebiet gestohlen“ worden sein.

Die Palästinenser wiesen ausdrücklich darauf hin, dass die archäologischen Ausgrabungen, die von Israel durchgeführt werden, eine eklatante Verletzung internationalen Rechts seien, das eine „Besatzermacht“ verbiete, archäologische Funde aus dem besetzten Gebiet zu entfernen. Israel gehe es nur darum, die archäologischen Ausgrabungen zu benutzen, um Fakten und Geschichte zu fälschen, hieß es.

Bild: Archäologische Stätte „Tel Hebron“ in Hebron (Foto: Zivilverwaltung für Judäa und Samaria)

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