Ein verdächtiger Koffer eines Touristen hat heute früh zur Schließung des Bahnhofs in Rehovot und der Einstellung des Zugverkehrs geführt. Nach zwei Stunden wurde Entwarnung gegeben.
Bild: Der Bahnhof von Rehovot heute früh (Foto: Avi Dishi/Flash90)
Es ist keine Seltenheit in Israel, dass eine vergessene Tasche die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Man geht kein Risiko ein, jedes verdächtige Objekt, wie diese liegengelassenen Taschen oder Koffer genannt werden, wird auf eventuellen Sprengstoff untersucht. Das ist die Realität hier im Land.
Heute früh erreichte ein Tourist den Bahnhof von Rehovot. Als er durch die Kontrolle ging, erregte sein Koffer den Verdacht der Sicherheitsbeamten. Es wurde befürchtet, dass sich im Koffer ein Sprengsatz befinden würde. Medienberichten zufolge wurde sofort danach angeordnet, den Bahnhof zu evakuieren und zu schliessen. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben, die Polizei verhängte eine Informationssperre.

Der Zugverkehr von und zum Bahnhof wurde unterbrochen. Die Fahrgäste wurden aufgefordert, eine andere Zuglinie zu benutzen, auch wurden von der Israelischen Eisenbahn Busse eingesetzt, um den Druck auf den Bahnhof zu senken. Der Vorfall ereignete sich am Vormittag zu einer Zeit, wo der Bahnhof sehr voll war. Wegen der Sommerferien waren auch sehr viele Jugendliche unterwegs.
Nach etwa zwei Stunden wurde Entwarnung gegeben und der Bahnhof wieder geöffnet. Das Nachrichtenportal Ynet berichtete, dass es sich bei dem Touristen um einen Briten pakistanischer Abstammung handeln würde. Bei der Durchleuchtung seines Koffers wurden die Sicherheitsbeamten auf verdächtige Gegenstände aufmerksam. Als sie den Touristen fragten, ob er seinen Koffer alleine gepackt hätte (eine Frage, die auf dem Flughafen jedem Fluggast gestellt wird) verweigerte dieser die Antwort, was die Beamten in Alarmbereitschaft versetzte.




