USA sagen gemeinsame Militärübung mit IDF ab

Israelische Medien spekulieren über den Grund und vermuten, dass dies kein gutes Zeichen im Hinblick auf regionale Bedrohungen wie den Iran sei

von Israel Heute Redaktion | | Themen: IDF
Archivbild: Offiziere der US-Armee bedienen eine Patriot-Raketenabwehrbatterie während der Übung JUNIPER COBRA im Jahr 2009. Foto: Ziv Koren/Flash90

Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) gaben diese Woche bekannt, dass die alle zwei Jahre stattfindende gemeinsame Militärübung mit den Vereinigten Staaten auf ein unbestimmtes Datum verschoben wurde.

In einer Erklärung des IDF-Sprechers heißt es:

„Die internationale Übung JUNIPER COBRA der IDF und der US-Armee, die im März stattfinden sollte, wurde aus verschiedenen Gründen verschoben.“

Diese Übung konzentriert sich auf Luftabwehrsysteme. Es wurde spekuliert, dass die Übung abgesagt wurde, weil das US-Militär aus Angst vor einer russischen Invasion in der Ukraine alle seine Luftabwehrsysteme nach Osteuropa verlegen musste.

Laut Channel 12 News deutet dies aber auch darauf hin, dass die USA weniger bereit sind, sich an den Vorbereitungen Israels auf einen möglichen Krieg mit dem Iran zu beteiligen.

Die USA setzen sich vorerst weiterhin für eine Wiederbelebung des Atomabkommens mit dem Iran ein. Israel besteht darauf, dass dieses Abkommen schlecht ist und dass es weiterhin präventive militärische Maßnahmen gegen den Iran ergreifen wird, wenn Jerusalem dies für notwendig hält.

Sollte Israel den Iran angreifen, wäre die erwartete Antwort ein massiver iranischer Raketenbeschuss auf den jüdischen Staat. Die Übung JUNIPER COBRA zielt genau auf ein solches Szenario ab, da Israel bei der Abwehr eines solchen massiven Beschusses die Unterstützung Amerikas benötigen würde.

Dass Amerika die Militärübung gerade jetzt verschiebt, wird von einigen als Warnung an Israel verstanden, sich zurückzuziehen.

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