Unruhiges Wochenende

Während viele Israelis das sonnige Wetter des Wochenendes für einen Ausflug in die Natur nutzen, folgten um die 13.000 Bewohner des Gazastreifens dem Aufruf der Hamas und trafen sich am Freitag wieder an der Grenze zu Israel, um sich am Grenzzaun zu schaffen zu machen. Auch gab es wieder Raketenalarm.

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(Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90)

Während viele Israelis das sonnige Wetter des Wochenendes für einen Ausflug in die Natur nutzen, folgten um die 13.000 Bewohner des Gazastreifens dem Aufruf der Hamas und trafen sich am Freitag wieder an der Grenze zu Israel, um sich am Grenzzaun zu schaffen zu machen.

Den Gefahren bewusst wurde massenhaft versucht, den Grenzzaun zu durchbrechen. Mindestens drei gelang dies auch, doch rannten sie kurz danach zurück in den Gazastreifen, nachdem israelische Soldaten das Feuer auf sie eröffnet hatten. Die Gewalt am Zaun war groß. Es wurden Steine, Sprengsätze und Granaten auf die israelischen Soldaten geworfen, die versuchten, die Masse mit Mitteln zur Auflösung von Demonstrationen vom Grenzzaun fernzuhalten. Auch eine Gruppe arabischer Frauen stand am Zaun und warf Steine auf die Soldaten. Dabei kam eine 43-jährige Frau durch Schüsse der Soldaten ums Leben.

Arabische Frauen werfen Steine auf israelische Soldaten.

Die Unruhen am Grenzzaun an Freitag waren gewalttätiger als in den vergangenen Wochen. Massiv soll versucht versucht worden sein, den Zaun zu durchbrechen. Ein israelischer Soldat wurde durch einen Stein leicht verletzt. Als Reaktion auf die erhöhte Gewalt griff die israelische Armee einen Stützpunkt der Hamas an.

Rakete aus dem Gazastreifen

Gestern Abend ertönten wieder die Sirenen im Süden, als um 20:59 Uhr Ortszeit eine Rakete aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgeschossen worden war. Kurz danach wurde eine Explosion gehört. Die Überreste der Rakete wurden auf offenem Gelände im Landkreis Sdot Negev gefunden.

Die Reaktion auf den Raketenbeschuss ließ nicht lange auf sich warten. Kurz vor Mitternacht griffen Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe „unterirdische Infrastrukturen“ der Hamas im nördlichen Gazastreifen an, wie ein israelischer Armeesprecher berichtete. Dabei wurde nicht erwähnt, um welche Ziele es sich dabei gehandelt hatte.

Heute früh war dann wieder die Hamas an der Reihe, zu reagieren. Sie reagierte diesmal mit einer Erklärung: „Israel führt weiter seine Kampagne gegen gewaltfreie Demonstranten durch, tötet sie aus Absicht kaltblütig und bombardiert die Stützpunkte des Widerstands. Eine gefährliche Eskalation und die Benutzung von Feuer wird dem Land und seinen Bürgern keine Sicherheit bringen und es wird die vollen Konsequenzen tragen müssen.“

Als Folge der eskalierenden Gewalt hält Israel die Einfuhr von weiteren 15 Millionen Dollar aus Katar in den Gazastreifen weiterhin zurück. Das Geld sollte eigentlich schon in der letzten Woche in den Gazastreifen gebracht werden, doch Israel stoppte dies, nachdem Terroristen mehrere Ballons in Richtung Israel geschickt hatten, an denen ein Modellflugzeug mit einem Sprengsatz angebracht war.

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