Umstrittener Schulbeginn trotz COVID

Am heutigen 1. September beginnt die Schule für israelische Kinder, während die vierte Welle des Coronavirus das Land erschüttert

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Coronavirus
Der erste Schultag in der Gabrieli-Schule in Tel Aviv. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

Nach zwei Monaten Sommerferien öffneten israelische Schulen heute offiziell ihre Tore für 2,4 Millionen Kinder. Nach Angaben von Israel Hayom mussten jedoch 35.508 Kinder zu hause bleiben, weil sie positiv auf Corona getestet wurden, weitere 55.390 Schüler blieben in Quarantäne zu Hause. Sie beginnen das neue Schuljahr per Zoom. 

Insgesamt konnten etwa ein Viertel der israelischen Kinder aufgrund von Corona-Beschränkungen nicht zur Schule erscheinen. In „roten“ Städten, wo die Zahl der Infizierten sehr hoch ist, dürfen Klassen nur zusammenkommen, wenn über 70 Prozent der Schüler geimpft sind. Wird diese Zahl nicht erreicht, soll über das Internet gelernt werden.

Das Gesundheitsministerium erklärte, dass 81 Prozent der 16-18-jährigen bereits geimpft sind, während von den 12-15-jährigen Israelis nur 56 Prozent geimpft sind.

Das Schulpersonal muss sich an das System der „grünen Pässe“ halten und darf das Schulgelände nur noch betreten, wenn es geimpft ist, von Corona genesen ist oder einen kürzlich durchgeführten negativen COVID-Test vorweisen kann, einschließlich schneller Antigentests, die bis zu 84 Stunden alt sind.

Die Öffnung der Schulen ist bei Experten und Politikern umstritten. Während die Fälle an COVID-Erkrankungen weiterhin auf Rekordniveaus liegen, halten viele die Öffnung der Schulen für gefährlich,  andere halten den Schaden für die Gesellschaft bei geschlossenen Schulen für weit gefährlicher. Premierminister Bennett hatte seinen Vorgänger immer wieder scharf für Schließungen von Schulen und Geschäften kritisiert und hat diesen Schritt bisher vermieden.

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