Umfrage: Regierung des „Wandels“, aber nicht der „Stabilität“

Nur sehr wenige Israelis erwarten, dass die neue Regierung mehr als zwei Jahre Bestand haben wird

von Israel Heute Redaktion |
Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Die neue Regierung, die am heutigen Sonntag vereidigt werden soll, ist in der Tat eine des „Wandels“, da sie Israels dienstältesten Premierminister abgesetzt, Parteien aus dem gesamten politischen Spektrum zusammengebracht hat und zum ersten Mal überhaupt eine unabhängige arabische Fraktion umfasst.

Aber ob es eine Regierung der „Hoffnung“ ist, bleibt abzuwarten. Für die Hälfte der israelischen Wähler war es nicht die oberste politische Priorität, Benjamin Netanjahu aus dem Amt zu drängen. Für einen weitaus größeren Prozentsatz der Israelis wird die politische Hoffnung durch Stabilität repräsentiert, eine Regierung, die eine volle Amtszeit durchhält und einen Staatshaushalt verabschieden kann.

Umfragen zeigen nun, dass die meisten Israelis von der neuen Regierung nicht erwarten, dass sie diese Art von Hoffnung erfüllen wird.

Die von Channel 12 News durchgeführte Umfrage zeigt, dass nur 11 Prozent der Israelis erwarten, dass die von Naftali Bennett und Yair Lapid geführte Regierung eine volle vierjährige Amtszeit überstehen wird. Dreiundvierzig Prozent glauben, dass die neue Regierung relativ schnell zusammenbrechen wird, während 30 Prozent glauben, dass sie etwas länger, aber nicht eine volle Amtszeit durchhalten wird.

Weniger als die Hälfte der Befragten erwartet, dass Naftali Bennett seine Vereinbarung mit Yair Lapid einhält und das Amt des Premierministers nach den ersten zwei Jahren abgibt. Fast 30 Prozent sagten, es sei ein strittiger Punkt, da die Regierung sowieso vor der Zwei-Jahres-Marke zerfallen wird.