Mit einer großen silbernen Schaufel befüllt die Marktfrau das Plastiktütchen. Zaatar heißt das Gewürz. Danke, das reicht! Nein, das ist zu viel! Meine Freundin schüttelt den Kopf. So viel brauche ich nicht! Die Verkäuferin stutzt. Sie hat kurze braune Haare und eine Menge Falten zieren ihr schönes, schon altes Gesicht. Sie schüttet einen Teil der duftenden Gewürzmischung wieder zurück. 20 Schekel! Sie hält das Tütchen hoch. Nein, immer noch zu viel, setzt meine Freundin nach. Unwirsch schüttet die Frau nochmal Zaatar aus. Verstehen kann sie es nicht, dass man nicht gleich ein halbes Kilo will. Schließlich einigen sich die Zwei.
Wir ziehen über den Karmelmarkt von Tel Aviv, naschen am Süßigkeitenstand, betasten Pfirsiche, probieren Street Food. An jeder Ecke wird angepriesen und gefeilscht. Wir verlassen den Markt und wenden uns der Architektur zu. Im Bauhaus-Center erfahren wir viel über die Stadtgeschichte. Architektur-Avantgardisten wie Lotte Cohen verwirklichten in Tel Aviv Visionen, für die sie in Deutschland keine Zukunft sahen. Im alt-ehrwürdigen Kaffeehaus gegenüber lassen wir...
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