Streit um die Quelle des Weinbergs

Die palästinensische Autonomiebehörde bereitet sich auf einen juristischen Kampf um den malerischen Jerusalemer Vorort Ein Karem (Bild) vor. Die Weltkultur-Organisation UNESCO hat vor, den biblischen Wohnort von Johannes dem Täufer (Lukas, 1,39), der übersetzt „Quelle des Weinbergs“ heißt, als Weltkulturerbe anzuerkennen. Dem Jerusalemer Wochenblatt Jeruschalayim liegen Dokumente der palästinensischen Autonomiebehörde vor. Die will unbedingt verhindern, dass Ein Karem ein israelisches Weltkulturerbe wird.

Streit um die Quelle des Weinbergs

Die palästinensische Autonomiebehörde bereitet sich auf einen juristischen Kampf um den malerischen Jerusalemer Vorort Ein Karem (Bild) vor. Die Weltkultur-Organisation UNESCO hat vor, den biblischen Wohnort von Johannes dem Täufer (Lukas, 1,39), der übersetzt „Quelle des Weinbergs“ heißt, als Weltkulturerbe anzuerkennen. Dem Jerusalemer Wochenblatt Jeruschalayim liegen Dokumente der palästinensischen Autonomiebehörde vor. Die will unbedingt verhindern, dass Ein Karem ein israelisches Weltkulturerbe wird.

Aus den Unterlagen geht hervor, dass bei einem Treffen in Deutschland die Namen Ein Karem und Lifta auf einer internen Vorschlagsliste des israelischen Außenministeriums auftauchen. Die Palästinenser sehen darin einen ersten Schritt, um diese zwei Dörfer, die vor der Staatsgründung arabische Dörfer waren, als israelisches Weltkulturerbe zu deklarieren. Lifta hieß zur biblischen Zeit „Mei Nephtoach“ und wird als Grenze zwischen dem Stamm Jehuda und Benjamin erwähnt. „Die Südseite aber beginnt am Ende von Kirjat Jearim und die Grenze setzt sich fort gegen Westen bis zur Quelle des Wassers von Nephtoach.“ (Josua 18,15)

Beamte des israelischen Außenministeriums und der Regierung haben in dem Artikel deutlich gemacht, dass die Palästinenser mit allen Mitteln Israels Vorhaben bei den Vereinten Nationen UNO verhindern wollen. Palästinensische Organisationen haben sich bereits an UNESCO gewandt und beklagt, dass Israel das arabische Erbe der Palästinenser stehlen wolle. Sollte die UNESCO diese zwei Dörfer als israelisches Weltkulturerbe anerkennen, so behaupten sie, werden niemals palästinensische Flüchtlinge ein Rückkehrrecht nach Ein Karem und Lifta haben. Dass diese zwei Stätten bereits in der Bibel erwähnt werden und damit auch eine historische Verbindung zu Israel besitzen, müsse laut israelischen Historikern und Rabbinern berücksichtigt werden.

Die Jerusalemer Stadtverwaltung erklärte, dass sie mit diesem Thema überhaupt nicht befasst sei und merkte an, dass das Einschreiben in die UNESCO-Liste nicht einfach sei. Aus dem israelischen Außenministerium wurde klargestellt, dass die Palästinenser jedes internationale Forum ausnutzten, um sich mit Israel politisch anzulegen. „Wir werden es bedauern, wenn UNESCO die Anerkennung beider Dörfer als Weltkulturerbe ablehnen sollte. Damit verpassen beide Dörfer um Jerusalem ihre besonderen Status “, so das Außenministerium.

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