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Statue von Kulturministerin Miri Regev in Tel Aviv

Auf dem Habima-Platz in Tel Aviv sorgte heute früh eine Statue von Kulturministerin Miri Regev für Aufsehen, die dort vor dem Habima Theater aufgestellt worden war.

Foto: Miriam Alster/Flash90)

Auf dem Habima-Platz in Tel Aviv sorgte heute früh eine Statue von Kulturministerin Miri Regev für Aufsehen, die dort vor dem Habima Theater aufgestellt worden war.

Die Statue zeigt Ministerin, wie sie vor einem etwas dreieinhalb Meter hohen Spiegel steht. Auf der daneben stehenden Beschreibung heißt es: „Im Herz der Nation“.

Die Statue wurde vom Bildhauer Itai Zalait heute früh um 6:30 Uhr auf dem Habima-Platz aufgestellt. Der Hintergrund dafür scheint ein von der Ministerin Miri Regev vorgesschlagenes Gesetz zu sein, dem sogenannten „Kultur Loyalitäts Gesetz“, das sehr umstritten ist. Das Gesetz wurde vor einigen Tagen von der Knesset in einer ersten Lesung angenommen und wird auch von Finanzminister Moshe Kachlon unterstützt.

Dabei geht es darum, kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen, die die israelischen Staatssymbole verletzen oder den Unabhängigkeitstag als einen Trauertag begehen, finanzielle Zuschüsse zu streichen. Gesetzeswidrigkeiten dürften nicht als freier Meinungsaustausch erlaubt werden, sagte Miri Regev, als sie vor mehr als zwei Jahren den Gesetzesvorschlag einreichte.

Die Ministerin reagierte mit Humor auf die Statue und bedankte sich beim Bildhauer: „Vielen Dank, Itai Zalait, für das Aufstellen eines Spiegels im ‘Herz der Nation’ auf dem Habima-Platz. In den vergangenen drei Jahren habe ich gute Arbeit geleistet, in dem vor der kulturellen Welt einen Spiegel gestellt habe. Einen Spiegel, der den Ausschluss ganzer Bevölkerungsgruppen enthüllte und die ‘Patronage’ derer, die sich als ‘das Herz der Nationen’ gesehen hatten.“

„Nun, das Volk, in allen seinen Teilen, ist mein Spiegel. Die Prinzipien der kulturellen Gerechtigkeit sind es, die vor meinen Augen stehen im Angesicht des Cinderella-Märchens und der unsterblichen Aussage: ‘Spieglein, Spieglein an der Wand, was sind die hässlichsten Ungerechtigkeiten von allen?’, fügte die Kulturministerin hinzu.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Bildhauer Itai Zalait mit Stauen von Politikern auf öffentlichen Plätzen für Aufsehen gesorgt hat. Vor zwei Jahren stellte er eine goldene Statue von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf dem Rabin-Platz auf. Er wollte damit die Grenzen der freien Meinungsäußerung im Land testen und sagte damals, dass die Statue von Netanjahu nur die erste einer ganzen Reihe sein.

Im letzten Jahr war dann die damalige Präsidentin des Obersten Gerichts, Miriam Naor, Thema einer Statue, die vor dem Gerichtsgebäude aufgestellt worden war.

Bezüglich der Statue von heute erklärte die Stadt Tel Aviv: „Die Stadt Tel Aviv unterstützt die freie Meinungsäußerung und die Kunst, Aber sie folgt auch dem Gesetz. Und da die Statue auf einem öffentlichen Platz ohne die nötigen Genehmigungen aufgestellt worden war, wurde eine sofortige Räumung der Statue angeordnet, so wie es bei jeden Gegenstand, der den öffentlichen Raum ohne Erlaubnis versperrt, gemacht wird.“

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Patrick Callahan

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