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Sparkasse: „Israel unter Embargo“

Die Berliner Sparkassen-Filiale am Alexanderplatz hat einem Israeli die Eröffnung eines Kontos mit der Begründung verweigert, Israel stehe „unter Embargo“.

Foto: Landesbank Berlin

Yakir Avraham hatte sich mit seinem Pass ausgewiesen. Die Bankangestellte nahm das Dokument und entfernte sich aus der Schalterhalle. Nach einigen Minuten kam sie zurück und sagte, es tue ihr sehr leid, aber man könne für Avraham kein Konto eröffnen: „Wir dürfen keine Konten für Bürger aus Ländern eröffnen, die unter einem Embargo stehen.“

Gegenüber dem israelischen Nachrichtendienst Ynet sagte Avraham: „Ich war total geschockt. So weit ist es gekommen, dass sie uns wie Leprakranke behandeln. Ich habe meinen Pass genommen und bin gegangen.“

Die Sparkasse wurde um Klärung gebeten. Die Antwort lautete, dass es ein Embargo nicht gäbe und es sich um einen Fehler der Angestellten gehandelt habe. Selbstverständlich würde man auch für Israelis Konten eröffnen. Man versuchte noch, sich herauszureden: Es seien anscheinend nicht die nötigen Papiere vorgelegt worden. Das war aber nicht der Fall. Auf die fällige Entschuldigung musste der abgelehnte Kunde dann etwa zwei Wochen warten.

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Patrick Callahan

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