Sommerevent für Kinder in Sderot

Ein mehrtägiges Event lädt israelische Kinder aus dem ganzen Land in die gebeutelte Grenzstadt ein. Kontroverse Dokumentation am Rande sorgt für Diskussionen.

Sommerevent für Kinder in Sderot
Hadas Parush/Flash90

Obwohl die an der Grenze zum Gazastreifen gelegene Stadt Sderot in den letzten Tagen wieder vermehrt mit Raketen beschossen worden ist, haben sich hunderte von Kindern aus umliegenden Städten und sogar größeren Städten aus dem Zentrum Israels in der Sderoter Cinematheque getroffen, um dort Spiele zu spielen und einfach nur Spaß zu haben.

„Ich bin überwältigt“, sagte Benny Cohen, der Vorsitzende der Cinematheque und Veranstalter des Events. Er hatte nicht damit gerechnet, dass so viele Kinder in den Süden kommen, ja regelrecht in die Schusslinie, um mit den Kindern Sderots zusammen eine schöne Zeit zu verbringen. „Die Kinder hier sind ja die tägliche Gefahr schon gewöhnt“, sagte er dem Armee-Radio. „Aber hunderte von Kindern und ihre Familien aus dem ganzen Land zu sehen, die in unsere kleine Grenzstadt kommen, ist einfach nur wunderbar. Was für eine Ermutigung“, sagte er mit tränenerstickter Stimme.

Das Event „The Magic of Movies” ist auf fünf Tage ausgelegt, in denen Kinder sich an allen möglichen Aktivitäten beteiligen können, was mit der Welt des Kinos zu tun hat. Die Aktivitäten beinhalten Workshops darüber, wie man Filme dreht, wie Special Effects funktionieren und Kreatives, und natürlich werden auch viele Lieblingsfilme geschaut, wobei der ein oder andere Star persönlich auftaucht.

Nicht überall auf Zustimmung stößt dagegen eine kontroverse Dokumentation, die auch auf diesem Event gezeigt wird, und zwar für Jugendliche ab 13 Jahren. Die israelische Dokumentation mit dem Titel „Transkids“ zeigt vier Familien über einen Zeitraum von vier Jahren, deren Kinder eine Geschlechtsumwandlung durchmachen. Nach der Aufführung sollen die jungen Zuschauer die vier Jugendlichen, die sich dieser Operation unterzogen haben, persönlich treffen und sich austauschen können.

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