In den 1980ern habe ich in Jerusalem Musik studiert, und zwar Klassische Gitarre. Aber daraus ist nichts geworden, und ehrlich gesagt stört mich das auch nicht. Meinen Vater freute es sogar. Er hielt das Musizieren für Geklimper und sah mich schon als Straßenmusiker enden. Aber ich muss ihm zu Gute halten, dass er das schon vor Jahren zurückgenommen hat. Ich danke Gott für das, was ich bin und was ich nicht bin.
Meine tägliche Pressearbeit in der Redaktion ist spannend, abwechslungsreich und über die Maßen notwendig. Doch so sehr die Arbeit auch Zufriedenheit schafft, so notwendig ist es, auch mal abzuschalten. Die ganze Politik mal vergessen – das gelingt mir mit Noten und Klängen. Nach meiner Arbeit habe ich für das Gitarrenspiel genügend Zeit übrig, entweder nachts oder am Wochenende. Wenn ich ein neues Stück drauf habe, spiele ich es zuerst meiner Frau...
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