Shabbat: Sprengsatz verletzt 4 Soldaten – Rakete trifft Haus – Luftwaffe reagiert

Die Ruhe des Shabbats wurde am Nachmittag gestört, als Terroristen einen Sprengsatz gegen israelische Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen aktivierten. Israelische Angriffe auf Ziele der Hamas und eine aus dem Gazastreifen abgeschossene Rakete, die in ein israelisches Wohnhaus einschlug, ohne grösseren Schaden anzurichten, waren die Folgen dieses schwersten Vorfalls seit dem letzten Gazakrieg.

Vier israelische Soldaten wurden am gestrigen Shabbat verletzt, nachdem Terroristen an der Grenze zum Gazastreifen einen Sprengsatz gegen eine Gruppe von Soldaten explodieren ließen. Dabei wurden zwei der Soldaten schwer verletzt. Der Sprengsatz war an einer palästinensischen Fahne befestigt, die an den Grenzzaun gehängt wurde. Bei den regelmäßigen Demonstrationen am Grenzzaun werden oft palästinensische Fahnen an den Zaun gehängt. Als sich die Soldaten der Fahne näherten, wurde der Sprengsatz aktiviert.

Einer der schwerverletzten Soldaten erhob bei seiner Einlieferung ins Krankenhaus seine Hand und machte mit seinen Fingern das Siegeszeichen, ein Foto, das heute in allen Zeitungen veröffentlicht wurde (siehe Video). Neben den beiden schwerverletzten Soldaten wurde der Zustand der beiden anderen Soldaten als mittelschwer bezeichnet.

Als Reaktion auf den Sprengstoffanschlag flog die israelische Luftwaffe Angriffe auf mehrere Ziele der Hamas im Gazastreifen. Zunächst wurden acht Ziele, darunter auch Stützpunkte der Hamas, an denen Waffen hergestellt wurden.

Später, in der Nacht, wurde in zahlreichen Orten um den Gazastreifen herum Raketenalarm ausgelöst. Eine Rakete traf das Dach eines Wohnhauses, doch zum Glück explodierte sie nicht, so dass die Hausbewohner, die sich zur Zeit des Einschlags im Haus befanden, mit einem Schock davon kamen. Das Haus wurde durch die Rakete beschädigt.

Die durch den Raketeneinschlag veschödigte Decke des Hauses

Daraufhin reagierte die israelische Luftwaffe mit weiteren Angriffen auf Ziele der Hamas. Insgesamt 18 Ziele wurden in der vergangenen Nacht angegriffen, zwei der Ziele , Beobachtungsposten der Hamas, wurden wurden von Panzern beschossen.

Die israelische Armee kritisierte die Handlungsweise der Hamas, die Organisation von angeblich spontanen und zivilen Demonstrationen am Grenzzaun des Gazastreifens, die dann für die Ausführung von Anschlägen ausgenutzt würden.

Medienberichten zufolge bemühe sich Ägypten bei beiden Seiten, eine weitere Verschärfung der Situation zu verhindern. Die Führung der Hamas, die sich zur Zeit in Kairo befindet, soll palästinensischen Quellen zufolge nicht an einer Eskalation der Lage im Gazastreifen interessiert sein.

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