Schwerter zu Pflugscharen: Raketenfabrik produziert jetzt Beatmungsgeräte

Streng geheime Raketenmontage-Anlage hat bereits die ersten 30 Notfallbeatmungsgeräte an medizinisches Personal ausgeliefert

Rakete
Kobi Richter TPS

Die Prophezeiung Jesajas (2,4) hat sich sicherlich noch nicht erfüllt, doch zumindest können wir diese Woche einen Vorgeschmack darauf bekommen, nämlich wenn wir einen Blick auf die wichtigste Raketenfabrik in Israel werfen, wo jetzt Beatmungsgeräte hergestellt werden.

 Genau wie in anderen Ländern sind auch in Israel einsatzbereite Beatmungsgeräte Mangelware. Sie werden dringend benötigt, um die an Atemwegserkrankungen leidenden COVID-19 Betroffenen zu behandeln.

 Viele innovative Menschen haben sich viele innovative Ideen ausgedacht, um den Mangel an Beatmungsgeräten zu beheben. Aber nur wenige boten irgendeine Art von massenproduzierbarer Lösung an. Bis jetzt.

Das israelische Verteidigungsministerium gab am Donnerstag bekannt, dass es in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen für medizinische Ausrüstung Inovytec und dem staatlichen Unternehmen Israel Aerospace Industries (IAI) die ersten 30 Notfallbeatmungsgeräte produziert und an das Gesundheitsministerium geliefert hat.

Die Beatmungsgeräte wurden in einer klassifizierten IAI-Fabrik hergestellt, die normalerweise Raketen für die israelische Luftwaffe produziert. Nach einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums konnte innerhalb weniger Tage die Produktion auf lebensrettende „Pflugscharen“ (um unsere eigenen Worte zu verwenden) umgestellt werden.

„Diese Entwicklung wird die Herstellung wichtiger Beatmungsgeräte für die lebensrettende Behandlung von Patienten mit der Diagnose COVID-19-Virus ermöglichen. Der Staat Israel muss unabhängige Fähigkeiten in allen Bereichen entwickeln, die mit dem Umgang mit der COVID-19-Virus-Pandemie zusammenhängen. Wir können nicht von Lieferungen aus anderen Ländern abhängig bleiben. Wir müssen unabhängige, fortschrittliche Fähigkeiten entwickeln“, so das Verteidigungsministerium.

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