Vor knapp drei Jahren wurde Donald Trump als 45. Präsident der USA vereidigt. In Israel atmete man auf. Acht Jahre Barack Obama waren keine leichten Jahre für die israelischen Regierungen. Jerusalem und Washington lagen wegen des festgefahren Friedensprozesses mit den Palästinensern und wegen der unterschiedlichen Haltungen zum iranischen Atomprogramm immer im Clinch. Im Frühling 2009 kehrte Benjamin Netanjahu nach dem Wahlsieg an Israels Regierungsspitze zurück, nur wenige Wochen, nachdem Obama das Weiße Haus bezogen hatte. Im Juni hielt Obama in Kairo seine berühmte Rede an die islamische Welt, in der er einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der islamischen Welt vorschlug. Er machte sich für eine Zwei-Staaten-Lösung stark und nannte es unerträglich, dass die Palästinenser keinen eigenen Staat haben.
In den folgenden Jahren spitzten sich die Beziehungen zwischen den langjährigen Verbündeten zu. Obama zwang Israel, jegliche jüdische Bautätigkeit im biblischen Kernland Judäa und Samaria und in Ostjerusalem zu stoppen. Die politischen Umstände in den Beziehungen zwischen Jerusalem und Washington sowie die geopolitischen Entwicklungen...
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