Regenbogen-Flagge am israelischen Außenministerium

Religiöser Oppositionsabgeordneter reagiert verärgert auf „billige Provokation“, die „die Würde Jerusalems beschädigt“

von Israel Heute Redaktion |
Foto: Miriam Alster/Flash90

Vor dem israelischen Außenministerium in Jerusalem gibt es vier Fahnenmasten. Einer davon ist normalerweise für die Nationalflagge ausländischer Würdenträger reserviert.

Der Juni ist der „Gay Pride Month“, und Israel ist bestrebt, sich als ein Ort der Toleranz für die LGBT-Gemeinschaft zu präsentieren (Pride Month: Monat des Stolzes). Am Montag ordnete der neue Außenminister Yair Lapid an, den vierten Fahnenmast mit der Regenbogenflagge, dem Symbol der LGBT-Gemeinschaft, zu bestücken.

Heute Morgen habe ich angeordnet, dass die Pride-Flagge zum ersten Mal im Außenministerium gehisst wird, um den Pride-Monat zu feiern. Das Ministerium und seine Mitarbeiter verbreiten eine Botschaft der Toleranz, Einheit und Freiheit.

 

Der oppositionelle Gesetzgeber Itamar Ben Gvir von der Partei des religiösen Zionismus reagierte verärgert. In einem offenen Brief an Lapid schrieb er: „Dies hat den Glauben von Zehntausenden von Jerusalems Einwohnern sowie die Würde der Stadt beschädigt.“ Er bezeichnete das Hissen der Pride-Flagge als illegaler Akt.

„Ich habe kein Problem mit LGBT-Menschen; wir sind alle Brüder. Aber gleichzeitig dient das Schwenken der Flagge nicht ihnen. Vielmehr schadet es ihnen und macht sie zu Schachfiguren in Lapids Händen. Das zentrale Problem ist die Extrovertiertheit und Provokation, der israelische Kinder ausgesetzt sind“, kritisierte Ben Gvir.

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