Rakete trifft Spielplatz in Sderot

Innerhalb einer Stunde wurden 14 Raketen auf den Süden Israels abgefeuert

von Dov Eilon |
Foto: Isr. Polizei

Die Lage im Süden eskaliert weiter. Nach mehreren Stunden der Ruhe ertönten um 12 Uhr Ortszeit wieder die Sirenen in mehreren Orten im Grenzgebiet zum Gazastreifen. Nachdem Terroristen des Islamischen Jihads gestern Abend 21 Raketen unter anderem in Richtung der Stadt Aschkelon abgefeuert hatten, wurde nun die Stadt Sderot ins Visier genommen.

Insgesamt 14 Raketen wurden innerhalb einer Stunde aus dem Gazastreifen abgeschossen. Ein Teil der Raketen konnten vom Abwehrsystem Iron Dome abgewehrt, doch zwei Raketen explodierten in einem Hof eines Hauses und auf einem Spielplatz in der Nähe einer Jeshiwa (Hochschule für das Bibel- und Thorastudium).

Es gab Sachschaden, doch wie durch ein Wunder wurde durch den Raketenbeschuss niemand physisch verletzt. Einige Menschen mussten jedoch wegen eines Schocks behandelt werden.

Die Reaktion der israelischen Luftwaffe auf den Raketenbeschuss ließ nicht lange auf sich warten. Medienberichten zufolge sollen mehrere Ziele des Islamischen Jihads im Gazastreifen angegriffen worden sein.

Schon gestern hatte die israelische Luftwaffe nach dem Beschuss von 21 Raketen auf Israel Stellungen des Islamischen Jihads im Gazastreifen angegriffen. Auch in der Nähe von Damaskus wurden Ziele der Terrorgruppe angegriffen. Die sich jetzt anbahnende neue „Runde“ begann gestern früh mit einem Zwischenfall am Grenzzaun, als sich zwei Terroristen des Islamischen Jihads dem Zaun näherten und versuchten, dort einen Sprengsatz niederzulegen. Die israelische Armee eröffnete daraufhin das Feuer auf die Terroristen, wodurch einer von ihnen ums leben kam. Die Armee nahm die Leiche des Terroristen in Gewahrsam, um Druck auf die Hamas auszuüben, die Leichen der im Gazakrieg gefallenen israelischen Soldaten Hadar Goldin und Oron Shaul herauszugeben.

Der Islamische Jihad drohte nach dem Zwischenfall mit Rache, der Raketenangriff von gestern Abend kam daher nicht überraschend. In einigen Orten, darunter Aschkelon und Gan Javne, wurden die öffentlichen Schutzräume geöffnet und der Schulunterricht für heute abgesagt.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu telefonierte mit dem Bürgermeister von Aschkelon, Tomer Glam, und dem Bürgermeister von Sderot, Alon Davidi. Er lobte die unerschütterbare Widerstandsfähigkeit der Einwohner der Städte und klärte die Bürgermeister über die aktuelle Sicherheitslage auf. Zuvor hatte er sich telefonisch mit den Leitern der israelischen Sicherheitskräfte beraten.

Ob sich die Situation nun weiter zuspitzen wird, hängt davon ab, ob der Raketenbeschuss aus Gaza fortgesetzt wird oder ob sich der Islamische Jihad mit den seit gestern 25 abgeschossenen Raketen zufriedengeben wird.

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