Israel

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Rakete explodiert auf offenem Gelände im Landkreis Eshkol

Die Lage im Süden spannt sich an. Seit längerer Zeit gab es gestern Abend wieder Raketenalarm im Süden. Eine ägyptische Delegation vermittelt, um die Lage zu beruhigen, doch auch eine weitere Eskalation wird nicht ausgeschlossen.

Die Situation im Süden spannt sich weiter an. Waren es zunächst einige Ballons mit Sprengsätzen, die seit einigen Tagen wieder vom Gazastreifen aus nach Israel gestartet wurden, um die Bürger im Grenzgebiet zu gefährden (einige Sprengsätze explodierten vor und zwischen Wohnhäusern im Landkreis Eshkol), wurde gestern Abend nach längerer Zeit wieder eine Rakete in Richtung Israel abgefeuert.

Gegen 22:10 Uhr Ortszeit wurde im Landkreis Eshkol Raketenalarm ausgelöst. Etwas später wurden die Überreste einer Rakete gefunden, die auf offenem Gelände explodiert war ohne Schaden anzurichten.

In der vergangenen Nacht reagierte die israelische Armee mit einem Angriff auf ein Ziel der Seekräfte der Hamas an einer neuen Hafenanlage an der Küste bei Chan Junis im Süden des Gazastreifens.

Mittlerweile wird der Terror der Sprengsatz-Ballons den Raketenabschüssen aus dem Gazastreifen gleichgestellt und haben eine Reaktion der israelischen Armee zur Folge. So griff die Armee auch vorgestern mehrer Stellungen der Hamas im nördlichen Gazastreifen an, nachdem einige Sprengsatz-Ballons in Richtung Israel gestartet worden waren.

Terror-Ballons über dem Grenzgebiet zum Gazastreifen

Unruhen am Grenzzaun

Auch am Grenzzaun selbst werden die Unruhen fortgesetzt. Dabei werden Sprengkörper auf den Grenzzaun in Richtung der israelischen Soldaten geworfen. Bei den Unruhen der vergangenen Nacht soll palästinensischen Berichten zufolge ein 15-jähriger arabischer Jugendlicher ums Leben gekommen sein, Fünf weitere an den Unruhen beteiligte Araber sollen verletzt worden sein. An den Unruhen hatten mehrere hundert Araber teilgenommen.

Eine ägyptische Delegation, die am Dienstag im Gazastreifen eingetroffen ist, versucht zwischen der Hamas und Israel zu vermitteln, um die angespannte Situation zu beruhigen. Nachdem die Hamas mit einer Fortführung der Gewalt drohte, wenn Israel nicht für die Gehaltszahlung der Beamten im Gazastreifen aufkomme, wurde auf israelischer Seite gesagt, dass es kein Geld gebe, solange die gewaltsamen Unruhen am Grenzzaun, darunter auch der sogenannte “Marsch der Rückkehr”, und die Angriffe mithilfe von Feuer- und Sprengsatz-Ballons fortgesetzt würden.

Als Antwort kam dann gestern Abend die Rakete. Allerdings ist nicht klar, wer für den Abschuss verantwortlich ist. Dennoch ist für Israel nur die Haas für die Ereignisse und Terror-Aktivitäten in dem von ihr kontrollierten Gazastreifen verantwortlich.

Sicherheitsexperten schließen eine weitere Eskalation der Lage noch oder gerade vor den Wahlen und auch angesichts des im Mai in Tel Aviv stattfindenden Eurovision Song Contest nicht aus.

Archivbild: Militante “Palästinenser” mit einer selbst hergestellten Rakete (Foto: Abed Rahim khatib/Flash90)

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Patrick Callahan

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