Sowohl rechte als auch linke Politiker bemühen sich derzeit um die arabische Partei, die in den Wahlen trotz verhaltener Prognosen vier Knessetsitze erringen konnte.
Dem politischen Instinkt zufolge ordnet man die aus der Vereinigten Arabischen Liste ausgetretene Partei von Abbas eher im linken politischen Spektrum ein. Die jüdische und die arabische Gesellschaft haben sich daran gewöhnt, dass arabische Parteien einfach in keine Regierungskoalition passen. Aus jüdischer Sicht sind die arabischen Parteien grundsätzlich zu antiisraelisch eingestellt, man kann sich nicht auf sie verlassen. Sie erwecken den Eindruck, dass sie zuerst dem palästinensischen Befreiungskampf verpflichtet sind, nicht Israel. Für die arabische Parteien wiederum ist die israelische Regierung zu zionistisch geprägt, was bislang immer ein politisches Hindernis war, um einer Regierungskoalition beizutreten. Nun aber zerschmettert Mansour Abbas diesen politischen Mythos. Er ist nicht nur bereit, einer Koalition beizutreten, sondern signalisiert sogar Bereitschaft, sich einer rechten Koalition unter dem regierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu anzuschließen.
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