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Palästinensischer Fußballbund möchte Israel von der FIFA ausschließen

Dschibril ar-Radschub, Vorsitzender des palästinensischen Fußballbundes, hat bekannt gegeben, dass er seine Bemühungen, Israel aus dem Weltfußballverband FIFA auszuschließen, weiter verstärken wird.

Dschibril ar-Radschub, Vorsitzender des palästinensischen Fußballbundes, hat bekannt gegeben, dass er seine Bemühungen, Israel aus dem Weltfußballverband FIFA auszuschließen, weiter verstärken wird. Nach einem Gespräch mit dem Präsidenten der FIFA Sepp Blatter schwor ar-Radschub einmal mehr, seine Anstrengungen noch verstärken zu wollen, wie AFP berichtete. Am Wochenende war es zu einem Treffen zwischen Blatter, ar-Radschub und dem Vorsitzenden des israelischen Fußballbundes Ofer Eini in Zürich gekommen.

Das Treffen war auf Bitten ar-Radschub zustande gekommen, um zu diskutieren, ob Israel beim nächsten FIFA-Kongress am 28. Mai vom Weltfußballverband ausgeschlossen werden soll. Laut der Palästinenser habe es keine Fortschritte bei dem Treffen gegeben. „Der israelische Fußballbund ist nicht bereit, den palästinensischen Fußballbund als ebenbürtig anzusehen und ihm die gleichen Rechte und Pflichten zu zugestehen“, äußerte sich ar-Radschub. „Damit verletzen sie die Regeln der FIFA.“ Die palästinensische Autonomiebehörde ist seit 1998 Mitglied der FIFA, sieht sich nach eigenen Angaben aber Einschränkungen durch die israelische Regierung ausgesetzt, wozu vor allem die eingeschränkte Bewegungsfreiheit der arabischen Spieler beim Reisen gehöre.

Bei dem jährlichen Treffen der FIFA am 28. Mai hofft ar-Radschub eine Dreiviertel-Mehrheit für den Ausschluss Israels gewinnen zu können.

Laut Eini habe es verschiedene Vorschläge seitens der FIFA gegeben, um eine Abstimmung zum Ausschluss Israels zu verhindern. „Ich bin nach dem Treffen etwas optimistischer gestimmt. Aber wir bereiten uns trotzdem auf den Fall vor, dass es zu einer Abstimmung kommt“, erklärte Eini. Gleichzeitig kritisierte er die Vermischung von Sport und Politik als unangebracht. Bereits in der vergangenen Woche sprach sich Blatter bei einer Konferenz in Kairo klar gegen einen Bann Israels aus.

Blatter kündigte an, nach Israel zu reisen, um sich mit Premierminister Benjamin Netanjahu und dem Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas zu treffen.

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