Das Gericht hatte den Soldaten Anfang Januar des Totschlags für schuldig befunden. In vielen Medienberichten wurde allerdings nicht erwähnt, dass der erschossene Araber ein Terrorist war, der beim Versuch, einen Soldaten zu erstechen, verwundet worden war.
Während der Schuldspruch in Israel für heftige Diskussionen sorgte, machte sich die internationale Presse nicht die Mühe, den komplexen Fall abzubilden. Die Entscheidung des Gerichts schien nur die längst geschehene Vorverurteilung Azarias zu bestätigen.
Den wahrscheinlich einseitigsten, wenn nicht gar böswilligsten Bericht brachte die ansonsten seriöse Zeitschrift „The Economist“. Sie schrieb in einem Twitter-Post: „Eine Umfrage unter der jüdischen Mehrheit Israels zeigte, dass 65 % die Tötung eines verwundeten palästinensischen Soldaten unterstützen.“
Abgesehen davon, dass die wirkliche Prozentzahl bei...
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