Palästinenser zu Kompromissen bereit

Es ist kaum zu glauben, aber die palästinensische Regierung hat wirklich einen Vorschlag für einen Kompromiss vorgelegt.

Palästinenser zu Kompromissen bereit
Flash90

Die palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat dem internationalen Quartett für den Nahen Osten, bestehend aus EU, USA, UN und Russland, einen Vorschlag unterbreitet, der beinhaltet, dass man bereit sei, kleine territoriale Zugeständnisse zu machen und direkte bilaterale Verhandlungen aufzunehmen, und zwar dort, wo sie 2014 abgebrochen wurden. Damals bewarb sich die PA unilateral für eine Mitgliedschaft in verschiedenen internationalen Organisationen, was die Konditionen der Friedensverhandlungen verletzte.

Der aktuelle Kompromissvorschlag der PA ist ein Gegenangebot zum Friedensplan von US-Präsident Trump und wurde kurz vor dem 1. Juli veröffentlicht, dem Datum, an dem Israel auf Basis des Trump-Plans und des Koalitionsvertrags zwischen Gantz und Netanjahu seine Souveränität über Teile von Judäa und Samaria ausrufen will.

Die Souveränität wird zum 1. Juli höchstwahrscheinlich nicht ausgerufen. Sie scheint aufgrund verschiedener Faktoren überhaupt schwer umsetzbar. Jetzt haben die Palästinenser mit ihrem Vorschlag einen weiteren Faktor hinzugefügt, der die Sache noch zusätzlich erschwert. Es wäre eine große Überraschung, wenn die Palästinenser wirklich bereit für Kompromisse sein würden, denn das war bisher nie wirklich der Fall. Es gibt bereits Stimmen, die behaupten, die Palästinenser wollen dem amerikanischen Friedensplan einfach nur weitere Hindernisse in den Weg legen. Von israelischer Seite gab es bisher noch keine Stellungnahme zum Vorschlag der PA.