Neue Informationen zum „Jahrhundertdeal“

Libanesischer TV-Sender veröffentlichte Einzelheiten des US-Friedensplans, entsprechen sie der Wahrheit?

von Israel Heute Redaktion |
Schild gegen den Jahrhundertdeal in Gaza Foto: Hassan Jedi Flash90

Der libanesische Nachrichtensender Al Mayadeen veröffentlichte am Montagabend einen Bericht, in dem es um den sogenannten „Jahrhundertdeal“ geht — der Friedensplan, den US-Präsident Donald Trump für Israel und die palästinensischen Gebiete ausarbeitet.

Immer wieder werden hierzu Informationen und Details veröffentlicht. Teilweise sind diese allerdings nur Gerüchte und sollten nicht allzu ernst genommen werden. Zu den am Montag von Al Mayadeen veröffentlichten Informationen, die über ein Abkommen zwischen den drei Parteien Israel, Palästina und Hamas sprechen, gab es bisher keine Bestätigung.

Laut den Berichten von Al Mayadeen sieht der Plan die Errichtung eines neuen palästinensischen Staates vor (New Palestine), der Gebiete im Gazastreifen und Judäa und Samaria bekommt, wobei jüdische Siedlungen ausgenommen werden. Dieser Staat soll von Israel gegen Bezahlung gegen Angriffe von außen beschützt werden.

Jerusalem und die Heiligen Orte sollen gemeinsame Orte Israels und des palästinensischen Staates und nicht geteilt werden. Hierbei ist Jerusalem größtenteils unter israelischer Verwaltung, die arabischen Bewohner Jerusalems werden zu Bürgern des palästinensischen Staates. Die israelische Verwaltung ist für alles in Jerusalem verantwortlich, dafür zahlt der palästinensische Staat Steuern und Wasserkosten an die Verwaltung Jerusalems. Israel und der palästinensische Staat teilen sich allerdings die Verwaltung der Bildung.

Laut den Berichten wurde außerdem festgelegt, dass Juden keine arabischen und Araber keine jüdischen Grundstücke erwerben dürfen, und dass die Al-Aqsa-Moschee unter saudi-arabische und nicht jordanische Kontrolle fällt.

Der arabische Staat soll in einem Jahr nach Implementierung des Deals Wahlen abhalten, wobei sich jeder Bürger des Staates zur Wahl stellen kann. Außerdem soll Israel innerhalb der ersten drei Jahre mit der Herausgabe von palästinensischen Gefangenen beginnen.

Die Hamas soll durch den Deal dazu verpflichtet werden, alle ihre Waffen, Munition und Ähnliches an Ägypten abzugeben dafür bekommen ihre Beamten-Gehälter vom palästinensischen Staat ausgezahlt. Der Gazastreifen selbst, sowie die anderen palästinensischen Gebiete, wird offene Grenzen zum Warentransport und zur Ein- und Ausreise der Bürger haben, so die Berichte des libanesischen Nachrichtensenders. Es soll außerdem eine 30 Meter hohe Schnellstraße und eine Wasserleitung zwischen dem Gazastreifen und Judäa und Samaria geben.

Die Finanzierung dieser Projekte soll zu Teilen von den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und den Golfstaaten getragen werden, die diesen Deal durch finanzielle Hilfe unterstützen sollen. Dabei würden die Vereinigten Staaten 20 Prozent und die Europäische Union 10 Prozent der Kosten tragen. Die restlichen 70 Prozent werden nach ihren Ölaufkommen auf die Golfstaaten verteilt.

Al Mayadeen berichtet, dass die Vereinigten Staaten Gelder und Unterstützung an die Palästinenser einstellt, falls die Hamas und die Palästinensische Befreiungsorganisation den Deal ablehnen. Sollte die Palästinensische Befreiungsorganisation zustimmen, die Hamas oder der Islamische Dschihad sich allerdings nicht an die Abmachungen halten, tragen diese Organisationen die Konsequenzen und die Vereinigten Staaten würden sich im Falle einer Konfrontation auf die Seite Israels stellen. Sollte Israel dem Deal nicht zustimmen, werden auch hier die Vereinigten Staaten ihre Zahlungen und Unterstützung einstellen.

Wie vertrauenswürdig die Berichte von Al Mayadeen wirklich sind und inwiefern diese Informationen der Wahrheit entsprechen, wird sich allerdings erst zeigen müssen.

Foto: In Gaza ist man vom „Jahrhundertdeal“ weniger begeistert (Foto: Hassan Jedi Flash90)

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