Netanjahu reagiert auf UNESCO Resolution

Der Welterbe-Ausschuss der UNESCO hat am Freitag in Krakau, Polen, die Machpela-Höhle in Hebron, wo die Urväter Abraham, Isaac und Jakob begraben liegen, zu einem palästinensischen Welterbe erklärt.

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Bild: Machpela-Höhle in Hebron (Foto: Miriam Alster/Flash90)

Der Welterbe-Ausschuss der UNESCO hat am Freitag in Krakau, Polen, die Machpela-Höhle in Hebron, wo die Urväter Abraham, Isaac und Jakob begraben liegen, zu einem palästinensischen Welterbe erklärt. 13 Staaten stimmten dafür, drei stimmten dagegen und sechs enthielten sich der Stimme.

Kurz darauf veröffentlichte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Stellungnahme zu der Entscheidung, die er als eine weitere wahnhafte Entscheidung der UNESCO bezeichnete. Weiter sagte er:

„Diesmal haben sie (UNESCO) beschlossen, dass die Machpela Höhle in Hebron eine palästinensische Stätte sei, also nicht jüdisch und dass sie sich in Gefahr befinde. Nicht jüdisch? Wer ist dort begraben? Abraham, Isaac, Jakob, Sarah, Rebecca und Leah, unsere Urväter und -mütter! Und diese Stätte ist gefährdet? Es sind doch nur diese Stätten, wo Israel anwesend ist, wie in Hebron, wo eine freie Ausübung der Religion gewährleistet ist. Im Nahen Osten werden an jedem anderen Ort Moscheen, Kirchen und Synagogen gesprengt, an Orten, wo Israel sich nicht befindet. Wir werden auch weiterhin auf die Machpela Höhle in Hebron achten und eine freie Religionsausübung gewährleisten und wir werden auch die Wahrheit beschützen.“

Nach der Entscheidung der UNESCO in Krakau sprach der israelische UNESCO-Botschafter Carmel Shama Cohen vor der Versammlung und sorgte für Aufsehen, als während seiner Rede sein Handy unaufhörlich klingelte. Zuvor „beglückwünschte“ er die UNESCO dafür, den Bürgermeister von Hebron zu Gast zu haben, einen Terroristen, der im Jahr 1980 an den Mord von sechs Israelis beteiligt war. Dann, als sein Handy immer weiter klingelte, entschuldigte sich der israelische Botschafter und sagte, dass er das Gespräch annehmen müsse. Es sei ein Klempner in seiner Wohnung in Paris, wo er ein großes Problem mit seiner Toilette hätte. Er müsse die Sitzung jetzt verlassen, denn das Problem in seiner Toilette sei viel wichtiger als diese Entscheidung der UNESCO. DAs Klingeln des Handys war natürlich eingeplant gewesen.

Israels Unesco-Botschafter Carmel Shama Cohen spricht vor der UNESCO.

Arabischer Botschafter entschuldigt sich

Später wurde berichtet, dass der israelische Botschafter von einem UNESCO-Botschafter eines arabischen Landes, mit dem Israel keine diplomatischen Beziehungen hat, eine SMS erhielt, in der er sich dafür entschuldigte, für die Entscheidung gestimmt zu haben, obwohl er vorher versprochen hätte, dagegen zu stimmen. Es hätte daran gelegen, dass die Abstimmung nicht, wie angekündigt, geheim gewesen sei, so dass er keine andere Wahl gehabt hätte. Shama Cohen antwortete mit den Worten: „Ich verstehe das, mein Freund, für mich ist es so, als hättest du es getan.“

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