Die sogenannte Feldenkrais-Methode wird oft als Therapie angesehen. Es geht dabei aber eher um ein pädagogisches Konzept, bei dem der Mensch sich seiner Haltung und Bewegungen bewusst werden soll, um sich dann der dahinterstehenden Lebensmuster bewusst zu werden. Wenn gewisse Bewegungen zum Beispiel nicht leicht ausgeführt werden können oder die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, wird dies auf ein negatives Lebensmuster zurückgeführt. Der Feldenkrais-Unterricht versucht durch wiederholtes Training dieser Bewegungen, auch die geistige Einstellung, die dahinter steht, zu verändern, wodurch der Schüler dann in der Lage sein soll, sich besser bewegen zu können.
Hinter dieser Methode steht der israelische Ingenieur sowie Judo- und Nahkampflehrer Moshe Feldenkrais. Er wurde 1904 in Russland als Sohn einer jüdischen Familie geboren, besuchte ein „Cheder“, eine religiöse jüdische Schule, und wanderte mit 14 Jahren nach Palästina aus. Er arbeitete zunächst im Straßenbau und auf Baustellen in Tel Aviv. Später war er als Privatlehrer tätig und erlernte den Kampfsport Jiu Jitsu.
1921 soll er Mitgliedern der Hagana Selbstverteidigung beigebracht haben. Aus einigen seiner...
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