Moral auf dem Prüfstand: Wie du mir, so ich dir?

Israel hat allmählich verstanden, dass manche Situation erfordert, sich die Vorgehensweisen des Angreifers zu eigen zu machen. So kommt es, dass Israel sich nicht mehr um den Aufschrei kümmert, wenn es um die Zerstörung des Hauses eines Terroristen geht.

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Die westliche Zivilisation gründet auf judeo-christlicher Moral. Sie meint, besser als ihre Gegner zu sein. Kommt es zu kriegerischer Auseinandersetzung, gilt auch auf dem Schlachtfeld eine Ethik. Und wenn die Dinge ausnahmsweise aus dem Ruder laufen, greifen Selbstkritik und Überprüfung des Handelns am eigenen Wertmaßstab.

Ein striktes Festhalten an einer speziellen Moral kann aber eine Nation im Krieg behindern und das Leiden der eigenen Bevölkerung vergrößern. Es grenzt an eine Art stolze Immoralität, wenn eine Nation sich übers Image den Kopf zerbricht, aber die Bürger nicht ausreichend schützt.

Israel hat allmählich verstanden, dass manche Situation erfordert, sich die Vorgehensweisen des Angreifers zu eigen zu machen… So kommt es, dass Israel sich nicht mehr um den Aufschrei kümmert, wenn es um die Zerstörung des Hauses eines Terroristen geht.

Bei der Gaza-Offensive 2014 kamen Oron Shaul und Hadar Goldin ums Leben. Immer noch warten die Familien der beiden Soldaten darauf, dass sie ihre Söhne in Israel begraben können. Die Leichen waren von der Hamas mitgenommen worden und werden seitdem als Faustpfand benutzt. Israel startete kürzlich einen Versuch, endlich Bewegung in die verfahrene Situation zu bringen: Die Leichen der beiden israelischen Soldaten im Austausch für die fünf toten Terroristen des Islamischen Dschihad, die bei der Zerstörung eines Tunnels unter der Grenze zum Gaza-Streifen getötet worden waren. Israel will diese genauso wie die Terroristen als Spielkarten nutzen.

„Bis wir unsere Soldaten zurückbekommen, werden sie keine einzige Leiche eines Terroristen mehr ausgehändigt bekommen“, sagte der Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan…

Es ist fraglich, ob die härtere Gangart bei Hamas und Islamischem Dschihad den erwünschten Effekt haben wird. Israel „wird es nicht gelingen, unsere Käpfer als Verhandlungsmasse zu nutzen!“, verlautbarte der Islamische Dschihad…

Bild: Soldaten am zerstörten Haus des Terroristen, der die Grenzschutzpolizistin Hadas Malka ermordet hat (Foto: Flash90)

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