Mehr als 300 Raketen und Mörsergranaten auf den Süden Israels

Seit gestern Nachmittag ist der Süden Israels unter intensiven Beschuss aus dem Gazastreifen. Direkte Einschläge in den Städten Ashkelon, Sderot und Netivot. In Ashkelon kam nach einem Raketeneinschlag in ein Wohnhaus ein 40-jähriger Araber aus Hebron ums Leben, eine Frau wurde lebensgefährlich verletzt. Ein 19 Jahre alter Soldat wurde durch eine Rakete gegen Panzer lebensgefährlich verletzt, die von Terroristen aus dem Gazastreifen auf einen Bus geschossen wurde. Am frühen Morgen wurde der Raketenbeschuss fortgesetzt.

Video: Ein Feuer in Sderot nach dem Einschlag einer Rakete (Foto: Hadas Parush/Flash90)

Mit der geplanten Ruhe, von der in den letzten Tag immer wieder gesprochen wurde, scheint es vorbei zu sein. Es war 16:43 Uhr als die Sirenen im Süden Israels zu heulen begannen. Binnen kürzester Zeit wurden mehr als 80 Abschüsse von Raketen und Mörsergranaten gemeldet. Doch das war erst der Anfang eines der intensivsten Raketenbeschüsse, denen Israel ausgesetzt war. Bis heute früh wurden mehr als 300 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgeschossen. Es gab mehrere direkte Einschläge von Raketen un Sderot, Ashkelun und Netivot. Die israelische Armee reagiert mit intensiven Angriffen auf Ziele im Gazastreifen.

In Ashkelon wurde gegen Mitternacht ein Wohnaus von einer Rakete getroffen und forderte das erste Todesopfer. Im obersten Stockwerk des Hauses wurde ein etwa 40-jähriger Araber ohne Lebenszeichen gefunden. Er stammt aus Hebron und hielt sich unerlaubt in Israel auf. Zwei Frauen wurden schwer und lebensgefährlich verletzt.

Abtransport der verletzten Frau in Ashkelon

Zuvor gab es auch in Sderot ind Netivot Direkteinschläge von Raketen, wodurch mehrere Menschen zum Glück nur leicht verletzt wurden. Insgesamt wurden 89 Menschen behandelt, viele erlitten einen Schock.

Ein 19 Jahre alter Soldat wurde gestern am späten Nachmittag lebensgefährlich verletzt, als ein Bus von einer Anti-Panzer Rakete getroffen wurde, die von Terroristen aus dem Gazastreifen abgeschossen wurde Der Soldat stand neben dem Bus, der wenige Minuten zuvor noch mit etwas 50 Soldaten besetzt war. Der Soldat befindet sich in einem kritischen Zustand.

Brennender Bus

Seit dem ersten Raketenalarm gibt es im Süden keine Ruhe. Von den rund 300 Raketen, konnte das Abwehrsystem Iron Dome 60 abschießen. Der grösste Teil der Raketen landete auf freien Feldern. Doch bei der enormen Zahl von Raketen konnten auch einige Einschläge nicht vermieden werden. Mehrere Wohnhäuser wurden erheblich beschädigt.

Raketenangriffe auf den Süden Israels

Die israelische Armee reagierte mit intensiven Luftangriffen auf Ziele der Hamas im Gazastreifen. Insgesamt wurden 150 Ziele angegriffen. So wurde unter anderem das Nachrichten-Büro der Hamas zerstört, dabei handelte es sich um ein mehrstöckiges Haus. Auch das Gebäude des Fernsehsenders der Hamas wurde zerstört. Zuvor warnte Israel vor dem Angriff damit die sich im Gebäude befindlichen Menschen in Sicherheit bringen können.

Angriff der israelischen Armee

Das Kabinett wird sich heute früh zusammenfinden, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten. In den Landkreisen im Süden wird es heute keinen Schulunterricht geben, Schulen und andere Bildungsstätten bleiben geschlossen. Auch wurde die Bevölkerung angewiesen, sich in der Nähe der Sicherheitsräume aufzuhalten.

Israel Heute wird Sie über die weiteren Entwicklungen im Laufe des Tages informieren.

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