Man muss nicht alles wissen shutterstock
Religion

Man muss nicht alles wissen

„Da ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, dass sie starben vor dem HERRN. Da sprach Mose zu Aaron: Das hat der HERR gemeint, als er sprach: Ich will geheiligt werden durch die, welche zu mir nahen, und geehrt werden vor allem Volk! Und Aaron schwieg still.“ (3. Mose 10)

Lesen

Alles hatte mit dem Opferdienst begonnen. Die Stiftshütte war eingeweiht, das Heiligtum verband den Menschen mit Gott. Die Gesetze darüber, wie man dem Allerheiligsten Opfer darbringt, sind exakt. Aaron und seine Söhne wussten dies und hatten alles gelernt, was zum Dienst in der Stiftshütte gehörte. Nahm Gott ein Opfer an, wusste man, dass alles gut verlaufen war. Man konnte aufatmen, der Opferprozess war vorüber.

Aber wenn etwas falsch läuft, ist davon zu hören. So auch hier: „Aarons Söhne, Nadab und Abihu, nahmen ein jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte.“ Sie taten etwas, was ihnen Gott ausdrücklich verboten hatte, sie brachten fremdes Feuer. Das ist für Gott inakzeptabel, und aus diesem Grund wurden beide vom Feuer verzehrt. Es ist nicht ganz klar, was dort vorging. Warum haben die beiden Priester ein anderes Opfer gebracht? Was ist mit dem fremden Feuer gemeint? Warum ergeht so ein schreckliches Urteil? Dafür gibt es mehrere Auslegungen.