Mahmud Abbas und der Holocaust Flash90
Konflikt

Mahmud Abbas und der Holocaust

Die weltweite jüdische Gemeinschaft beging am 27. Januar den Internationalen Holocaust-Gedenktag. Die versuchte Vernichtung des jüdischen Volkes durch die Nazis bleibt ein grundlegendes Element der modernen Realität Israels.

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 „Nie wieder“ bekommt eine neue Bedeutung, wenn die Juden einen eigenen Staat und eine eigene Armee haben. Dem ein oder anderen ist dabei bestimmt auch bekannt, dass der angeblich gemäßigte „Friedenspartner“ Israels, der palästinensische Führer Mahmud Abbas, Anhänger einer besonders ruchlosen, von den Nazis inspirierten Verschwörungstheorie bezüglich des Holocaustes ist.

An der Moskauer Patrice LumumbaUniversität schrieb Abbas 1982 seine Doktorarbeit mit dem Titel „Die andere Seite: Die geheime Beziehung zwischen Nazismus und Zionismus“. Darin stimmt er der nach dem Krieg aufgekommenen Theorie zu, dass mächtige jüdische Persönlichkeiten mit der Nazi-Führung zusammengearbeitet hätten, um das Leid der Juden aufzubauschen und damit die Schaffung des Judenstaates zu rechtfertigen.

Abbas ist eindeutig von der Propaganda der Nazis fasziniert. In seiner Dissertation wirft der palästinensische Führer der bereits unter dem britischen Mandat für Palästina bestehenden jüdischen Führung vor, aktiv am Holocaust beteiligt zu sein, indem sie die Bemühungen um die Rettung europäischer Juden sabotiert habe. Laut Abbas machte es Sinn, dass die jüdische Führung umso mehr Rückenwind für ihre Forderung nach Schaffung eines jüdischen Staates erhielt, je mehr Opfer sie aufweisen konnten. Er kam zu dem Schluss, dass die Zahl der Todesopfer nicht annähernd hoch genug gewesen war, um dieses Vorhaben ausreichend zu unterstützen, und schlug vor, dass die Zahl von sechs Millionen getöteten Juden eine grobe Übertreibung sein müsse.

Abbas hat seine frühere Position nie zurückgezogen. Auch nicht, als er Verhandlungen mit Israel aufgenommen hatte. Im Gegenteil, in einem Interview, das er kürzlich auf Arabisch gab, sagte Abbas, er könne weitere 60 Bücher über die nationalsozionistisch-zionistische Zusammenarbeit schreiben.

Professor Mohammed Dajani Daoudi, damals Dozent an der Al-QudsUniversität in Jerusalem, zahlte 2014 einen hohen Preis, als er versuchte, seinen Studenten die Wahrheit über den Holocaust zu vermitteln. Dajani nahm 27 seiner palästinensischen Studenten mit nach Auschwitz-Birkenau. Nach seiner Rückkehr wurde Dajani wegen Landesverrats angeklagt, erhielt Morddrohungen und musste sein akademisches Amt niederlegen. Er lebt heute in den USA.

In einem Interview mit der israelischen Tageszeitung Haaretz vor einigen Jahren sagte Dajani, dass die Position von Abbas die vorherrschende Ansicht der Palästinenser bezüglich des Holocaustes sei, da dies in den örtlichen Schulen seit langem gelehrt werde: „Als wir Kinder waren, wurde uns gesagt, dass der Holocaust eine zionistische Verschwörung gewesen sei und nicht wirklich stattgefunden habe. Diese Verschwörung habe darauf abgezielt, Empathie für die Juden zu mobilisieren und die Gründung des Staates Israel zu sichern.“

Jede Infragestellung dieses Narrativs trifft in der palästinensischen Gesellschaft auf gewaltige Opposition. Jegliches Maß an Empathie gegenüber den Juden wird als Verrat an der palästinensischen Sache gesehen und stellt die Friedensbemühungen in Frage.

 

Palästinensische Führer in israelischen Krankenhäusern

 

Die Weigerung der palästinensischen Führung, sich mit dem jüdischen Volk zu versöhnen, hindert sie nicht daran, von Israel medizinische Behandlungen für sich und ihre Familien einzufordern.

Erst im vergangenen Jahr hatte Israel einen medizinischen Experten nach Ramallah geschickt, nachdem Mahmud Abbas eine Ohrentzündung erlitt, die sich zu einer Lungenentzündung entwickelte. Die damaligen Ärzte von Abbas waren in großer Sorge.

2016 entschied sich Abbas Bruder Abu Luay, der recht luxuriös in Katar lebt, für eine Behandlung nach Israel zu kommen, nachdem er an Krebs erkrankt war.

Im Juni 2014, auf dem Höhepunkt einer palästinensischen Terroristenentführungskrise, ging Abbas Frau Amina in dasselbe Krankenhaus in Tel Aviv, das Assuta Medical Center. Sie unterzog sich dort einer Beinoperation.

Ebenfalls 2014, nur wenige Wochen nach dem Krieg zwischen Israel und Gaza, schickte HamasFührer Ismail Haniyeh seine Tochter in ein israelisches Krankenhaus. Haniyehs Enkelin und seine Schwiegermutter wurden im vergangenen Jahr in Israel medizinisch behandelt.

Dies sind nur einige Beispiele von vielen. Sie zeigen, dass Israel auch seine Feinde medizinisch versorgt. Das geschieht nicht selten sogar auf Kosten des israelischen Steuerzahlers

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