Weiteres Augenmerk sollte dabei auch auf die Dichtung des Tanach gelegt werden (das sogenannte Alten Testament, also die hebräischen Schriften), die vor allem in sinnverwandten Parallelismen / Betonungswiederholungen ausgedrückt wird.
In diesem Artikel möchte ich auf die Unterschiede zwischen dem hebräischen Original und den verschiedenen Übersetzungen eingehen, die sich aus der LXX ergeben. Hierbei werden weitaus subtilere Unterschiede ersichtlich.
Diesmal beziehe ich mich ebenfalls auf eine messianische Stelle. In 1. Mose 49 erklärt Jakob seinen Söhnen, was in künftigen Tagen (LXX) über sie (ihre Nachkommen natürlich) kommen wird. Die Übersetzung „in künftigen Tagen“ steht jedoch nicht in Einklang mit dem hebräischen wörtlichen Urtext.
„Dich, Juda, werden deine Brüder loben“ (Vers 8) prophezeit Jakob über seinen vierten Sohn. Warum, fragte ich mich, werden die Nachkommen der Brüder Judas ihn (oder seine Nachkommen) loben?
Im Hebräischen steht anstelle von „werden dich loben“ das Wort יודוך [JODUCHA]. Sicherlich ist die Übersetzung „werden dich loben“ durchaus zulässig, „werden dir danken“ könnte jedoch ebenfalls eine mögliche Übersetzung davon sein. Was...
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