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Israel und Deutschland wollen im Gesundheitswesen enger zusammenarbeiten

Der deutsche Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach und sein israelischer Amtskollege Nitzan Horowitz haben am Sonntag in der Knesset eine Absichtserklärung zur Gesundheitskooperation unterzeichnet

Foto: Majdi Fathi/TPS

Im Vorfeld der Regionalkonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Tel Aviv, die am 12. September begonnen hat, haben der deutsche Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach und der israelische Gesundheitsminister Nitzan Horowitz am Sonntag in der Knesset eine gemeinsame Absichtserklärung zur Gesundheitskooperation zwischen den beiden Gesundheitsministerien unterzeichnet.

Ziel ist die weitere Förderung einer nutzbringenden und intensivierten Zusammenarbeit:

Die beiden Länder werden Erfahrungen austauschen und in den Bereichen Krankheitsvorbeugung und -bekämpfung, Medizinprodukte und Arzneimittel, Gesundheitsberufe, digitale Gesundheit, öffentliche Gesundheit und Krankenversicherung zusammenarbeiten.

Israel erklärte, es sei „eine Ehre, Prof. Dr. Lauterbach und die Fachleute des deutschen Gesundheitsministeriums zu empfangen.“

Die beiden Minister hatten sich bereits einige Wochen vor Lauterbachs Ernennung zum Gesundheitsminister in Berlin getroffen und dabei „die bilaterale Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich gefördert und die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel gestärkt.“

„Diese gemeinsame Erklärung zeigt einmal mehr: Israel und Deutschland sind auch im Gesundheitsbereich Partner“, erklärte Lauterbach.

Die Pandemie COVID-19 habe „diese Zusammenarbeit nur noch weiter verstärkt“. Bei Gesundheitsthemen könne Deutschland viel von Israel lernen, hieß es. Israel sei mit gutem Beispiel vorangegangen, was die Einführung von Impfstoffen anbelangt. Darüber hinaus sei das Land auch führend, wenn „es darum geht, das Potenzial digitaler Lösungen zu nutzen, um der Pandemie zuvorzukommen“, sagte er.

Horowitz begrüßte die gemeinsame Erklärung „als Fortsetzung unserer engen Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich durch den regelmäßigen Austausch zwischen den Regierungen“.

„Unsere Zusammenarbeit wird die Instrumente für die Pandemiebekämpfung, innovative gemeinsame Projekte und die Verbesserung der universellen Gesundheitssysteme zum Wohle unserer beiden Völker stärken“, sagte er.

Seit Montag treffen sich derweil Gesundheitsminister und Vertreter aus 53 Ländern der Europäischen Region der WHO zur 72. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa in Tel Aviv.

Das Regionalkomitee ist das Entscheidungsgremium der WHO Europa und die Jahrestagung ist das wichtigste Treffen zum Thema öffentliche Gesundheit in der Europäischen Region, bei dem Gesundheitsminister, Staats- und Regierungschefs und andere Würdenträger zusammenkommen, um regionale Strategien, Aktivitäten und Finanzpläne zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Menschen zu erörtern und zu billigen.

Die diesjährige Tagung ist die erste, die seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie persönlich abgehalten wird.

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Patrick Callahan

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