Israel

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Israel setzt sich für das Leben gefährdeter syrischer Zivilisten ein

Wenn Israel ein so rassistisches Land ist, wie es seine Gegner behaupten, warum versucht es dann so sehr, das Leben der syrischen Araber zu retten?

Israel ist ein rassistisches Land, das alle Araber hasst und ihnen nichts andres als Böses wünscht. Zumindest sagen Ihnen das die Gegner des jüdischen Staates.

Um diese Lüge in ihren eigenen Köpfen zu bewahren, müssen solche Menschen eine der wichtigsten und berührendsten Geschichten im heutigen Nahen Osten ignorieren: Israels facettenreiche Kampagne „Operation Guter Nachbar“ zur Hilfe syrischer Zivilisten und ihren Schutz davor, von kriegführenden Fraktionen in ihrem eigenen Land abgeschlachtet zu werden.

In der letzten Ausgabe des Israel Heute Magazins (hier zu lesen) haben wir mit zwei schwer verwundeten Syrern gesprochen, die in einem Krankenhaus in Nordisrael behandelt wurden. Und es gibt Tausende mehr wie sie.

Aber mit den Kräften des syrischen Regimes und seiner russischen und iranischen Verbündeten, die immer näher an der Wiederherstellung der Kontrolle über das gesamte südliche Syrien herankommen, zeichnet sich eine noch größere humanitäre Krise ab.

Hunderttausende Syrer sind aus ihren Häusern geflohen und haben ihr Lager in dem schmalen Grenzstreifen zur Grenze zu Israel aufgebaut. Es ist einer der letzten Bereiche, die noch nicht unter der direkten Kontrolle des Diktators Bashar Assad stehen, und einige hoffen, dass es nahe genug am jüdischen Staat ist, dass die israelische Armee eingreifen wird, um ein Massaker zu verhindern.p>

Israel wartet nicht, bis es dazu kommt, und schickte diese Woche dringende diplomatische Mitteilungen nach Moskau, in denen die russische Führung auffordert wird, die syrischen Truppen zu zügeln und zu verhindern, dass sie dieser Masse von Zivilisten Schaden zufügen.

Nun muss man sich fragen, ob, wenn Israel den Arabern so feindlich gesinnt ist, wenn Rassismus wirklich das überragende Merkmal des jüdischen Volkes ist, warum sollte man dann so viel tun und so viele Ressourcen (sowohl finanzieller als auch politischer Art) aufwenden, um das Leben einiger tausend Araber zu retten, in einem Land, in dem bereits Hunderttausende getötet wurden und das offiziell gegen die abscheuliche „zionistische Einheit“ kämpft?

Könnte es sein, dass Israel als Ganzes gar keine Feindseligkeit gegenüber den Arabern hegt? Nein, könnte nicht sein. Denn das würde doch die ganze Geschichte ruinieren! Es ist besser, einfach zu ignorieren, was an der israelisch-syrischen Grenze passiert.

Bild: Vertriebene Syrer errichten ihr Lager so nah wie möglich an der Grenze, in Sichtweite Israels und der israelischen Armee (Foto: Basel Awidat/Flash90)

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Patrick Callahan

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