Israel investiert 2 Milliarden Schekel in die arabischen Stadtteile Jerusalems

Die Bildung steht an erster Stelle bei den Bemühungen Israels, die Lebensqualität seiner arabischen Bürger zu verbessern.

Israel investiert 2 Milliarden Schekel in die arabischen Stadtteile Jerusalems
Yossi Zamir/Flash90

Die Stadtverwaltung von Jerusalem veranstaltete eine Zeremonie zum Abschluss des ersten Jahres des Fünfjahresplans zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den arabischen Stadtteilen und zur Vereinheitlichung der Hauptstadt mit einer Investition von 2 Mrd. NIS in israelische Schekel (496 Mio. Euro).

Während der Zeremonie erklärte Jerusalems Bürgermeister Moshe Leon, dass in diesem Jahr mehr als 100 Millionen Schekel des Gesamtbudgets von 2 Milliarden Schekel in Projekte in den östlichen Stadtteilen Jerusalems investiert wurden.

„Ich freue mich und bin stolz darauf, dieses Jahr der erfolgreichen Zusammenarbeit abzuschließen”, sagte Leon, der erste Bürgermeister von Jerusalem sephardischer Abstammung. „Die Stadtverwaltung von Jerusalem und die Regierungsministerien haben gemeinsam eine mutige Entscheidung getroffen, um eine dramatische und beispiellose Veränderung des Schulsystems im Osten Jerusalems herbeizuführen, die seit fast 50 Jahren vernachlässigt wurde”, erklärte er.

„Die Schüler im Osten der Stadt verdienen eine exzellente Ausbildung und es ist unsere Pflicht und Mission, das zu erreichen. Die Erfolge, die wir heute Abend gesehen haben, geben einen Grund zum Optimismus“, fügte er hinzu.

Das Ziel des von der israelischen Regierung gebilligten Fünfjahresplans ist eine Verbesserung der Lebensqualität in den arabischen Stadtteilen Jerusalems und eine bessere Integration in die israelische Gesellschaft und Wirtschaft der Hauptstadt. Der Schwerpunkt liegt in der Verbesserung der Bildungsqualität in den östlichen Stadtteilen, wobei das Hauptaugenmerk in der Förderung des israelischen Lehrplans in den Schulen liegt.

Nach Angaben der Regierung sind für die arabischen Kinder Jerusalems folgende Bildungsziele definiert:

In den nächsten fünf Jahren werden 80 neue Klassen für die erste Klasse und 100 neue Grundschulklassen hinzugefügt. Alle Klassen werden gemäß dem vom Bildungsministerium koordinierten und überwachten israelischen Lehrplan unterrichtet.

Das Programm sieht vor, die Schulabbrecherquote zu senken. Fast 30 Prozent der arabischen Schüler der 9. – 12. Klasse im Osten Jerusalems brechen die Oberstufe ab.

In diesem Jahr haben bereits 300 arabische Studenten aus dem Osten der Stadt ihr erstes Studienjahr an der Hebräischen Universität abgeschlossen. Neue Klassenzimmer wurden gebaut, ältere renoviert und mit Computern ausgestattet. Auch wurde im Osten Jerusalems das erste Konservatorium eröffnet sowie ein Zentrum für unternehmerische Initiativen.

Darüber hinaus werden neue Infrastrukturen und öffentliche Verkehrsmittel sowie der Bau von Sportplätzen entwickelt.

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