Fast acht Jahrzehnte nach der Gründung des modernen Staates Israel sind die Einstellungen chassidischer Rabbiner und ihrer Anhänger gegenüber der jüdischen Souveränität nach wie vor komplex und vielfältig. In den ultraorthodoxen Gemeinden Israels gibt es weiterhin ein breites Spektrum an Ansichten über den Staat, seine Institutionen und seine spirituelle Bedeutung.
Die Rozhin-Dynastie kommt wie die meisten Chassiden aus Osteuropa und ist heute zumeist in Israel ansässig. Diese Gemeinde unterstützt den Staat Israel auf der Basis ihres Verständnisses der Thora. Die Rabbis von Rozhin unterstützen sogar säkulare Institutionen. Nach der Unabhängigkeit Israels forderte Rabbi Jakov Friedman seine Gemeinde auf, den Stellenwert Israels anzuerkennen. Und er sagte weiter: „Man soll jedoch nicht vergessen, dass die Gründung des modernen jüdischen Staates, auch wenn wundersam und wichtig, noch nicht die versprochene Erlösung ist.“ Die Rozhin-Rabbis drücken ihre Freude über die Schaffung Israel in einer Einfügung des Hallel-Gebets aus. Auch tragen sie am Unabhängigkeitstag ihre festlichen Pelzhüte, die Streimel.
Die Gur Chassidim...
Artikel nicht lesbar?
Sie sind bereits Mitglied? Melden Sie sich an, um weiterzulesen.




