Guten Morgen liebe Leser!
Da ich heute früh mit meinem Auto zur Werkstatt nach Rishon LeZion musste, um die alljährliche Inspektion zu machen, habe ich meine Tochter überrascht . Anstatt sie zum Bahnhof zu fahren, habe ich sie direkt vor dem Eingangstor ihrer Basis in Tel Aviv abgesetzt. Das war eine mehr als angenehme Überraschung für meine Tochter, die sich dann, anstatt zum Zug rennen zu müssen, noch im Auto zurücklehnen und entspannen konnte. Es war gerade erst 6 Uhr. Trotz der frühen Stunde war der Verkehr auf den Straßen so wie mitten am Tag. Ich bin also nicht der einzige Frühaufsteher, dachte ich mir.
Wer es morgens auf dem Weg nach Tel Aviv besonders eilig hat, kann, wenn der Verkehr zu stark ist, die sogenannte „Schnelle Fahrbahn“ benutzen. Sie wurde vor einigen Jahren gebaut und ermöglicht Fahrern, den Stau einfach zu umfahren. Das ist natürlich nicht umsonst, denn dann würden ja alle auf diese Spur ausweichen, das Stau-Problem wäre dann nicht gelöst. Die zu bezahlende Summe verändert sich im Verhältnis zur Größe des Staus. Je größer er ist, desto teurer ist es, auf der schnellen Spur zu fahren. Der aktuelle Preis wird auf der Internetseite des Betreibers der „Schnellen Spur“ angegeben. Während ich diese Zeilen schreibe kostet der Spaß, den Stau zu umfahren, 59 Shekel, etwa 14 Euro, nicht billig, aber wer es sehr eilig hat….Außerdem gibt es noch einen „Catch“, wenn in einem Auto mindestens drei Personen sitzen, ist die Fahrt auf der „Schnellen Spur“ nämlich gratis! Daher bemüht sich unser ältester Sohn immer, einige Mitfahrer für die Fahrt zur Basis zu bekommen. Eine gute Sache, man möchte damit die Zahl der Autos auf den Straßen verringern. Es gibt sehr viele „WhatsApp-Gruppen“, in denen gemeinsame Fahrten zur Arbeit organisiert werden.
Die „Schnelle Spur“, einfach am Stau vorbeifahrenHeute früh war der Stau noch nicht so groß, für die Benuzung der „Schnellen Spur“ wurden nur 7 Shekel, 1.70 Euro, verlangt. Ich bin normal weitergefahren und konnte meine Tochter rechtzeitig absetzen.

Und dann gab es um den Gazastreifen herum Raketenalarm, wie Sie hier auf dem Foto sehen können. Zunächst dachte man, dass es sich dabei sicher um einen weiteren Fehlalarm handeln würde. Doch kurz danach wurde gemeldet, dass die Bewohner Explosionen gehört hätten. Auch wurden die Fahrten der Schulbusse unterbrochen. Eigentlich war niemand überrascht, dass es anscheinend wieder einen Angriff aus dem Gazastreifen gegeben hat, der Jihad hatte ja auch gedroht, sich für den Tod drei seiner Leute zu rächen. Mehr über die Ereignisse von heute früh im Grenzgebiet zum Gazastreifen später in unseren Meldungen.
Jetzt sitze ich noch in der Autowerkstatt und warte darauf, dass mein Auto fertig sein wird. Das Wartezimmer ist bis dahin mein Büro.
Im Fernsehen wird weiterhin über die Ereignisse von heute früh berichtet, gleichzeitig geht der Alltag weiter. Hier im Warteraum scheint niemand sonderlich besorgt zu sein. Leider haben wir uns an diese Realität gewöhnt. Das Leben geht weiter und ich warte auf mein Auto.

Was das Wetter betrifft, so hat sich wieder ein wenig abgekühlt, der Himmel war heute früh grau bedeckt. Von mir aus kann es so bleiben.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Teilweise bewölkt mit einem weiteren Rückgang der Temperaturen, die für die Jahreszeit etwas zu kühl sein werden. Möglichkeit von vereinzelten Regenschauern und Gewittern- In den östlichen Wadis besteht die Gefahr von Blitzfluten. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 27 Grad, Tel Aviv 26 Grad, Haifa 25 Grad, Tiberias am See Genezareth 33 Grad, am Toten Meer 35 Grad, Beersheva 30 Grad, Eilat am Roten Meer 35 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt jetzt -213.425 m unter dem Meeresspiegel.
Ich hoffe, dass sich die Lage im Süden nicht noch weiter verschärfen wird. ABer wie diese ganze Situation gelöst werden kann, da bin ich momentan recht ratlos. So wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Dienstag. Machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem, moment, ich meine aus Rishon LeZion!
Dov




