Israel Heute Morgen

Heute früh hatte die Luft einen Geruch, als würde es bald zu regnen beginnen. Ein paar Worte über die Situation des Wassers in Israel, reichen die Entsalzungsanlagen nicht, um das Problem zu lösen? Dazu unser täglicher Blick auf die Titelseiten der Zeitungen und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Heute früh hatte die Luft einen Geruch, als würde es bald zu regnen beginnen. Ich hoffe, dass ich es mir nicht nur eingebildet habe, sondern dass es wirklich bald wieder regnen wird. Es ist etwas kühler geworden, dennoch ist es noch viel zu warm, meinen Pullover hatte ich schon wieder im Auto gelassen. Gestern wurde im Radio von der Situation des Wassers in Israel gesprochen. Die meisten Städte würden heutzutage ja eh das Trinkwasser durch Meerwasserentsalzungsanlagen bekommen, da könnte es uns doch egal sein, ob es regnet oder nicht. Ist es aber nicht. Ein Experte erklärte, dass die Entsalzungsanlagen sehr umweltbelastend seien, daher brauchen wir den Regen. Diese Anlagen verbrauchten viel zu viel Energie und für die Gewinnung dieser Energie wird die Umwelt sehr belastet. Daher sollte ein Land dafür sorgen, mit dem Wasser, das es hat, auszukommen. Ich gebe zu, darüber hatte ich mir bis jetzt keine Gedanken gemacht. Sollten wir auch in diesem Winter nicht genügend Niederschläge bekommen, wird dieses Jahr das fünfte Trockenjahr in Folge sein. Also, wir brauchen den Regen, jetzt.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teils heiter, teils wolkig mit einem deutlichen Rückgang der Temperaturen. Möglichkeit von leichten Regenschauern. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 17 Grad, Tel Aviv 21 Grad, Haifa 19 Grad, Tiberias am See Genezareth 23 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Eilat am Roten Meer 24 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.37 m unter dem Meeresspiegel.

Und jetzt unser täglicher Blick auf die Titelseiten der Zeitungen. Heute haben alle ein Bild von der Beerdigung des Rabbiners Steinman auf ihrer Seite. Um die 200.000 Menschen waren auf den Straßen von Bnei Brak, um sich von ihrem Rabbi zu verabschieden. Er galt als ein großer Gelehrter des jüdischen Gesetzes, ein sogenannter Posek, der Entscheidungen bei der Auslegung religiöser Gesetze treffen kann. Er galt als der Führer der orthodoxen litauischen Gemeinde. 104 Jahre ist er alt geworden. Im Fernsehen fragte man sich heute früh, wie es kommt, dass gerade die großen jüdischen Gelehrten sehr oft ein hohes Alter erreichen. Eie interessante Frage. Diese Menschen kennen das Wort Pension oder Rentner nicht. Sie hören nie auf zu denken, zu forschen oder zu lernen. Vielleicht sollten wir uns ein Beispiel daran nehmen. Und hier die Titelseiten von heute:

Die Titelseiten von heute. Von links nach rechts: Maariv, Jediot Achronot, Israel Hayom

Die Zeitung Maariv beginnt mit einem Zitat des früheren Befehlshabers des Nordkommandos der israelischen Armee, General der Reserve Amiram Levin. ”Gebt den Palästinensern einen Staat und wenn sie dann die Abkommen brechen, nehmt sie auseinander, werft sie jenseits des Jordan-Flusses”. Ist das eine gute Idee? Die nächste Überschrift befasst sich mit dem Friedensplan von US-Präsident Trump. ”Netanjahu zu Macron: Das Trump-Programm ist eine Herausforderung für mich und für Abbas”, soll Ministerpräsident Netanjahu bei seinem Treffen mit dem französischen Präsidenten Macron gesagt haben. Macron sei besorgt wegen der Jerusalem-Erklärung von Trump. Netanjahu sagte, er sei zu Zugeständnissen im Rahmen des Friedensprozesses bereit. Momentan gibt es allerdings keinen Prozess, Abbas ist sauer auf Trump. Es kann also noch eine Weile dauern, bis sich hier etwas bewegen wird. Unten dann das Bild von der Beerdigung des Rabbiners Steinmann. ”Abschied vom Grössten der Generation”, lautet die Überschrift in einer freien Übersetzung. Zum Schluss gibt es noch eine Meldung bezüglich des Gehalts der Grenzschutz-Polizisten. ”Die Gehaltsrevolution der Grenzschutz-Kämpfer”. Die Grenzschutz-Polizisten sollen jetzt genau soviel verdienen wie die Soldaten der Kampfeinheiten der Armee. Ine richtige Entscheidung, meine ich. Auch die Grenzschutz-Polizisten riskieren täglich hier Leben, um die Bürger zu beschützen. Mehr als einmal bezahlten sie dafür mit dem Leben, wie die Polizistinnen Hadas Malka und Hadar Cohen.

Die Zeitung Jediot Achronot hat auf seiner Titelseite ein großes Bild von der Beerdigung des Rabbiners Steinman in Bnei Brak. ”Ein Großer der Generation”, lautet auch hier die Überschrift. Links davon dann einige kleinere Meldungen. ”Aus der Dunkelheit ins Licht”, steht über einem Foto der Familie Salomon. Der Vater Elad war bei dem Anschlag in Halamish von einem Terroristen erstochen worden (Artikel). Das Foto zeigt die Mutter Michel und ihre vier Kinder beim Anzünden der ersten Kerze von Chanukka. Fünf Monate sind seit dem Anschlag vergangen, die Mutter Michal hatte sich mit ihren Kindern im oberen Stock versteckt, als der Terrorist in das Haus ihrer Schwiegereltern eingedrungen war. Doch das Leben muss weitergehen. Ich bewundere die Mutter, mit was für einer Kraft sie mit ihren Kindern nach vorne blickt. Eine weitere Meldung befasst sich mit einem etwas unangenehmen Thema. ”Ein guter Job bei der Armee nur für Reiche”, lautet die Überschrift frei übersetzt. Dabei geht es um private Schulen, die Jugendliche für sehr viel Geld auf einen Dienst in der Armee in den attraktiven Cyber-Einheiten vorbereiten. Damit haben die Jugendlichen aus reicheren Familien natürlich einen Vorteil. Wer das Geld hat und einen dieser teuren Kurse belegt, hat seinen Platz in einer der begehrten Cyber- und Computereinheiten so gut wie sicher. Nach dem Armeedienst sind diese Soldaten auf dem privaten Arbeitsmarkt sehr begehrt.

“Tod eines Führers“. So lautet die fast einzige Schlagzeile der Zeitung Israel Hayom. Dazu ein Bild der überfüllten Strassen von Bnei Brak während der Beerdigung des Rabbiners Steinman. Ganz unten links gibt es dann noch eine kleine Überschrift: ”Die Aufnahmen und die Gespräche über die Aufteilung des Geldes: Biton steht vor erneutem Verhör”. Hier geht es natürlich um die Korruptionsvorwürfe gegen den Koalitionsvorsitzenden und ehemaligen stellvertretenden Bürgermeisters der Stadt Rishon LeZion. Ob er aus dieser Geschichte wieder heil herauskommen wird?

Das war unser Blick auf die Titelseiten der Zeitungen von heute. Heute Abend zünden wir die zweite Kerze von Chanukka an. ich wünsche Ihnen einen angenehmen Mittwoch und ein frohes Lichterfest. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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