Israel Heute Morgen

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Start in die neue Woche. Hier bei uns ist alles wieder so, als hätte es die Sommerferien nie gegeben. Ein paar Worte über Schule und Armeedienst, den Streit um den Shabbat und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Start in die neue Woche. Hier bei uns ist alles wieder so, als hätte es die Sommerferien nie gegeben. Relativ schnell haben wir uns an das „normale“ Alltagsleben gewöhnt. Auch unsere beiden noch in die Schule gehenden Kinder schein der Beginn des neuen Schuljahres Spaß zu machen.

Mein Sohn hat mit der Oberstufe begonnen, er ist jetzt in der 10. Klasse. In der Oberstufe wählen die Schüler zwei Hauptfächer, der erste Schritt für die Vorbereitung des Berufslebens. Mein Sohn hat Software-Programmierung und Physik gewählt, keine leichten Fächer, aber damit kann später beruflich sehr viel anfangen. Mein 21 Jahre alter Sohn ist der Beweis dafür. Meine Tochter ist mehr auf der künstlerischen Seite, wie es auch ich gewesen bin. Sie lernt in der 12. und letzten Klasse vor dem Abitur und lernt in ihren Hauptfächern Kunst, Fotografie und Psychologie. Mit Mathematik hat sie schon im letzten Jahr abgeschlossen, und das ist auch gut so.

Ich finde es gut, dass das israelische Schulsystem den Schülern ermöglicht, sich schon in den letzten Schuljahren auf bestimmte Fächer zu spezialisieren. Das kann sehr wichtig für den späteren Beruf sein. Auch die israelische Armee sucht sich gerne ihre zukünftigen Wehrpflichtigen nach ihren gewählten Hauptfächern aus. Schon im letzten Schuljahr müssen sich die Schüler bei den Rekrutierungsbüros der Armee melden für ein erstes Gespräch. Das ist gut, weil beide Seiten dann etwas von dem Dienst in der Armee gewinnen können. Die Armee bekomme kompetente Fachkräfte, die Wehrpflichtigen bekommen die Gelegenheit, sich auch während ihres Wehrdienstes in der Armee auf Kosten das Staates weiterbilden zu können. Viele junge Soldaten verlassen die Armee und steigen sofort in das Berufsleben ein.

Aber bis zum Beginn des Armeedienstes hat meine Tochter ja noch bis zum Sommer Zeit. Ich hoffe, sie bekommt dort eine gute Aufgabe, so dass beide Seiten davon profitieren können.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig, etwas wärmer. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 37 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt derzeit bei -213.36 m unter dem Meeresspiegel, Tendenz sinkend.

Hier in Israel spricht man auch heute noch über die Spannungen zwischen Ministerpräsident Netanjahu und dem Verkehrminister Katz. Es geht um die Frage, wer für das grosse Durcheinander um die Arbeiten der Israelischen Bahn am Shabbat verantwortlich ist. Auch soll untersucht werden, ob die Anweisung, die Arbeiten am Shabbat zu stoppen, gesetzlich korrekt gewesen war. Anstatt am Shabbat wurden die Arbeiten dann am gestrigen Sonntag ausgeführt, der Zugverkehr zwischen Haifa und Tel Aviv war bis zum Abend eingestellt. Tausende von Soldaten und Bürgern, die auf dem Weg zur Arbeit oder in ihre Kasernen waren, steckten in Verkehrsstaus oder versuchten einen Platz im Bus zu bekommen. Keiner erreichte pünktlich seine Kaserne oder Arbeitsplatz. Es geht wieder um die Einhaltung des Shabbats, die Einhaltung des sogenannten „Status Quo“, auf den man sich mit den religiösen Parteien geeinigt hatte. Jedes Abweichen von diesem „Status Quo“ bring Probleme mit sich. Auch früher hat die israelische Bahn Arbeiten am Shabbat ausgeführt, ohne das sich jemand darüber beschwert hatte. Es geht darum, welche Arbeiten es sind. Einige Arbeiten kann man eben nur am Shabbat machen, das es innerhalb der Woche nicht zu verantworten ist. Aber es gibt auch viele andere Arbeiten, die nicht unbedingt am Shabbat gemacht werden müssen. Der Verkehrsminister ist gestern gegen den Erwartungen vieler nicht von Netanjahu entlassen worden. Er wurde allerdings aufgefordert, das momentane Problem zu lösen, sonst müsse er die Konsequenzen daraus ziehen, sagte Netanjahu dem Verkehrsminister. Mal sehen, wie es ausgeht.

So, und nun bleibt mit nur noch, Ihnen einen wunderbaren Montag zu wünschen, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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