Israel Heute Morgen

Der Sommer ist wieder da! Anders kann man die für heute angesagten hohen Temperaturen nicht erklären. Ein paar Worte über den Empfang meiner Tochter nach zwei Wochen in der Armee, Proteste und Straßenblockaden an der Einfahrt nach Modiin und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Der Sommer ist wieder da! Anders kann man die für heute angesagten hohen Temperaturen nicht erklären. Bei uns zuhause in Modiin sollen die Temperaturen heute für den Oktober viel zu warme 34 Grad erreichen. Auch sonst werden fast im ganzen Land Temperaturen von über 30 Grad erwartet. Nur in Jerusalem soll es etwas „kühler“ bleiben mit nur 29 Grad. Und niemand kann sich mehr an den Regen erinnern, den es vor einigen Tagen mal gegeben haben soll. Auch in den nächsten Tagen soll er sich weiter versteckt halten, obwohl es am Wochenende sogar für die Jahreszeit etwas zu kühl werden soll. Verrücktes Wetter.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem weiteren Anstieg der Temperaturen. Für die Jahreszeit zu warm. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 29 Grad, Tel Aviv 32 Grad, Haifa 31 Grad, Tiberias am See Genezareth 35 Grad, am Toten Meer 36 Grad, Eilat am Roten Meer 33 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.20 m unter dem Meeresspiegel.

Obwohl heute erst Donnerstag ist, bin ich nicht nach Jerusalem gefahren, sondern schreibe Ihnen von zuhause aus, in Modiin. Der Grund dafür ist ein sehr erfreulicher. Nachdem unsere Tochter Zwei Wochen lang mit ihrer Grundausbildung bei der Armee beschäftigt war, wurden sie und ihre Kameradinnen heute früh nachhause entlassen. Ich habe meiner Tochter die Fahrt mit dem Zug heute erspart und Sie mit dem Auto abgeholt, wofür ich von den Freundinnen meiner Tochter sehr gelobt wurde. Ich kam zum Bahnhof in der Nähe der Armeebasis, wo meine Tochter momentan ist, und wartete auf den Bus, der die Soldatinnen zum Bahnhof fuhr. Es war ein lustiger Anblick, als eine riesige Menge von jungen Soldatinnen vor Freude schreiend aus dem Bus stiegen. “Wir sind wieder in der echten Welt“, sagte eine von ihnen. Immerhin hatten sie die Basis seit zwei Wochen nicht verlassen. Ich wurde von den Kameradinnen meiner Tochter mit einem netten “Shalom Papa von …” begrüsst. Da konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. Es wurde mir wohl hoch angerechnet, dass ich meine Tochter mit dem Auto abholte. Nach einigen Umarmungen meiner Tochter mit ihren neuen Freundinnen ging es dann wieder nachhause ins verlängerte Wochenende. Und das hat sich unsere Tochter redlich verdient.

Zuhause angekommen ging ich dann in meine Arbeitsecke, wo ich jetzt diese Zeilen schreibe. In den Nachrichten las ich dann von einer weiteren Demonstration orthodoxer Juden gegen den Dienst in der Armee. Diesmal nicht in Jerusalem, sondern fast vor unserer Haustür in Modiin. Die Orthodoxen der Jerusalemer Abteilung der Litauer Strömung hat diesmal die Shilat Kreuzung an der Einfahrt nach Modiin blockiert.

Straßenblockade bei Modiin, heute früh

Gut, dass ich von der anderen Seite in die Stadt eingefahren bin. Sie fragen sich sicher, warum ich betone, dass es sich bei den Demonstranten um orthodoxe Juden der Jerusalemer Abteilung der Litauer Strömung handelt. Auch in unseren Medien wird das so berichtet, denn es handelt sich hier nur um einen sehr kleinen Teil der orthodoxen Juden. Diese Gruppe besteht vielleicht aus gerade mal 20.000 Menschen von um die einer Million Orthodoxer, wie heute früh im Radio erklärt wurde. Und diese Gruppe verweigert alles. Nicht nur den Dienst in der Armee, sie weigern sich eben auch, sich an der Rekrutierungsstelle zu melden, um dort vom Armeedienst befreit zu werden, wie fast alle orthodoxe Juden. Eigentich doch unverständlich. Und deshalb wurden vor einigen Tagen die zwei Jugendlichen festgenommen. Sie hätten sich nur melden müssen, zeigen, dass sie orthodoxe sind und danach wären sie dann vom Dienst in der Armee befreit worden. Ob das nun richtig ist, ist ein anderes Thema. Aber auch das haben sie nicht getan, sie ignorieren die Aufforderungen einfach, ignorieren den Staat Israel. Bei der heutigen Demonstration hier bei Modiin sollen sie „wir sterben lieber, als eingezogen zu werden“ gerufen haben. Ich bin gespannt, wie lange es noch so weitergehen wird.

Wir sind jetzt wieder zu viert zuhause, nun fehlt nur noch unser ältester Sohn, den ich in weniger als 48 Stunden vom Flughafen abholen werde, dann sind wir wieder komplett, eine wahre Familienzusammenführung. Ein ganz besonderes Wochenende. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und friedlichen Donnerstag, machen Sie es gut.

Shalom aus Modiin

Dov

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