Israel Heute Morgen

Heute schreibe ich Ihnen wieder von zuhause aus Modiin, denn heute Abend beginnt das Laubhüttenfest, Sukkot. Ein paar Worte über das Warten auf unsere Tochter, der frischen Soldatin, ein Gespräch mit „einsamen Soldaten“ im Frühstücksfernsehen und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Heute schreibe ich Ihnen wieder von zuhause aus Modiin, denn heute Abend beginnt das Laubhüttenfest, Sukkot. Diese Zeit der Feiertage des Monats Tishrei ist immer eine ganz besondere Zeit. Erst einmal haben wir enorm viele freie Tage, nicht nur die Kinder, die jetzt ihre 11-tägigen Schulferien begonnen haben, sondern auch wir Eltern, die Erwachsenen, haben einige freie Tage. Und dann ist es das Wetter, das sich pünktlich zu den Feiertagen verändert, es wird langsam kühler, der Herbst setzt sich immer mehr durch und vertreibt den heissen Sommer. Draussen haben wir heute wieder diese tolle frische Luft.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem weiteren Rückgang der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 25 Grad, Tel Aviv 27 Grad, Haifa 26 Grad, Tiberias am See Genezareth 33 Grad, am Toten Meer 32 Grad, Eilat am Roten Meer 34 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth bleibt unverändert und liegt bei -214.125 m unter dem Meeresspiegel.

Ist Ihnen aufgefallen, dass der Wasserpegel des Genezareth Sees zum ersten Mal unverändert geblieben ist? Was wir jetzt brauchen ist Regen, und der soll den Vorhersagen zufolge morgen Abend beginnen, erst nur im Norden und an der Küste, am Freitag dann vielleicht auch in weiteren Teilen des Landes. Ich hoffe, wir werden nicht enttäuscht werden, wir brauchen den Regen.

Heute ist auch ein besonderer Tag, weil unsere Tochter bereits auf dem Weg nachhause ist. Sie hat jetzt die drei ersten Tage ihrer Grundausbildung hinter sich, glauben Sie mir, leicht fällt es ihr nicht, diese totale Umstellung, dies drastische Veränderung des täglichen Lebens. Aber sie wird es meistern, sich langsam daran gewöhnen. Und nach der Grundausbildung kann alles nur leichter werden. Wir erwarten sie schon sehnsüchtig, in ihrem Zimmer wartet eine kleine Überraschung auf sie. Gestern am Telefon habe ich ihr sogar verraten, dass wir ihr jedes Mal, wenn sie nachhause kommen wird, etwas Nettes in ihr Zimmer stellen, werden. Das soll ihr die Zeit in der Basis etwas erleichtern, die Erwartung, nachhause zu kommen. Sie hat es verdient, wir wollen sie jetzt einfach nur verwöhnen.

Heute werden viele Soldaten nachhause kommen, um die Feiertage mit der Familie zu verbringen. Soldaten an einer Busstation (Foto: Anna Kaplan/Flash90)

Nicht alle Soldaten haben hier in Israel Eltern, die sie heute erwarten. Im Fernsehen sehe ich gerade einen Bericht über die sogenannten “einsamen Soldaten” , Soldaten, die alleine nach Israel eingewandert sind und jetzt ihren Armeedienst leisten. Es wurden einige dieser Soldaten ins Studio eingeladen unter anderem auch ein junger Mann, der vor zwei Jahren aus Deutschland eingewandert ist. Sein Hebräisch ist perfekt. Die erste Frage des Moderators war eine Frage, die man auch mir sehr oft gestellt hatte. Warum? Warum wandert ein deutscher Jude nach Israel ein und gibt das doch sehr angenehme Leben in Deutschland auf. In Berlin leben heute mehrere tausend Israelis, warum also den umgekehrten Weg gehen? Weil das hier Israel ist, ist die Antwort. der junge Soldat aus Deutschland sagte, schon seit langem träumte er davon, Israel zu dienen. In Deutschland sei es nicht einfach, als Jude zu leben. Vor der Jüdischen Schule, an der er gelernt hatte, stand immer ein Polizeiwagen. Die Armee kümmert sich um diese einsamen Soldaten. Viele von ihnen werden von Kibbutzim und auch von israelischen Familien aufgenommen. Kein Soldat soll alleine bleiben, wenn er die Armee-Basis verlässt, besonders an den Feiertagen. Es gibt eine besondere „Hotline“, an der sich Familien wenden können, wenn sie einen einsamem Soldaten „adoptieren“ wollen. Es soll dem Bericht zufolge regelrechte Wartezeiten geben, so viele Familien möchten den Soldaten ein Zuhause geben. Das ist bemerkenswert. Wir schulden ihnen viel und jetzt ist die Zeit, ihnen unsere Dankbarkeit zu zeigen. Ich wünsche unseren Soldaten ein angenehmes Sukkot-Fest.

Gespräch mit “einsamen Soldaten” im Frühstücksfernsehen heute früh

Diese Worte schreibe ich Ihnen in der Erwartung auf unsere Tochter, die jetzt schon im Zug sitzt. Es ist das erste Mal, dass wir sie nach mehreren Tagen in der Armee erwarten. Daher schließe ich jetzt diesen Bericht und wünsche auch Ihnen einen wunderbaren Mittwoch, ein frohes Fest, falls Sie es feiern wollen. Machen Sie es gut.

Chag Sukkot Sameach aus Modiin.

Dov

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