Israel Heute Morgen

Warum vergeht das Wochenende immer viel schneller als die übrigen Tage der Woche? Ein paar Worte über das ruhige Freitagsgebet auf dem Tempelberg, Unruhen in Jaffa, das Warten auf die Entscheidung des Gerichts im Fall Elor Azaria und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Warum vergeht das Wochenende immer viel schneller als die übrigen Tage der Woche? So sitze ich also schon wieder an meinem Schreibtisch in unserer Redaktion und schreibe Ihnen. Es war fast erfrischend, heute früh durch die Straßen Jerusalems zu gehen. Die Temperatur lag bei angenehmen 22 Grad! Das hatten wir lange nicht mehr. Sogar gestern Abend bei uns zuhause in Modiin wehte ein leichter erfrischender Wind. Dich schon morgen sollen die Temperaturen wieder nach oben klettern.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem leichten Temperaturanstieg, besonders in den Bergen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 38 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Eilat am Roten Meer 40 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter gesunken und liegt jetzt bei -213.585 m unter dem Meeresspiegel.

Am Freitag morgen war ich noch recht pessimistisch, was die Situation auf und um den Tempelberg betrifft. Doch gegen Mittag, nach Beendigung des Freitagsgebets, war ich erleichtert, als berichtet wurde, dass es ruhig geblieben ist. Die zum Gebet erschienenen Moslems, auch die unter 50-jährigen, die aus Sicherheitsgründen, den Tempelberg nicht betreten durften und daher vor den Eingängen beteten, wurden von den für den Tempelberg Verantwortlichen aufgefordert, ruhig zu bleiben. Und so war es dann auch. Und das ist ein erster Schritt zur Beruhigung der Lage. Denn eine Fortführung der Unruhen nützt niemanden etwas. Es gibt dabei nur Verlierer.

Während es auf dem Tempelberg also ruhig geblieben ist, kam es in Jaffa zu Unruhen und Auseinandersetzungen von jungen moslemischen Bewohnern und der Polizei. Was war passiert? In der Nacht zum Shabbat gab es Schüsse in einer Straße in Jaffa. Die Polizei nahm die Verfolgung von zwei Verdächtigen auf, die Polizisten schossen auf die auf Motorrädern fahrenden Verdächtigen. Dabei kam einer von ihnen ums Leben, der andere wurde mittelschwer verletzt. Bei dem Toten wie auch dem Verletzten handelt es sich um arabische Bewohner von Jaffa. Nach dem Vorfall begannen die Unruhen. Junge Leute, Bewohner des Stadtteils, waren Steine auf die Polizisten, zündeten Reifen an. Autoscheiben und Fenster von Geschäften wurden eingeschlagen.

Jaffa am Shabbat

Den Polizisten wird vorgeworfen zu schnell zur Waffe zu greifen, wenn es sich um arabische Verdächtige handelt. Ein schwerer Vorwurf, Vor etwa zwei Jahren gab es diese Vorwürfe seitens der äthiopischen Juden, die auf die Strasse gingen, nachdem Polizisten sich ihrer Meinung zu gewalttätig gegen äthiopische Juden vorgegangen waren.

Den ganzen Shabbat hindurch war die Lage in Jaffa angespannt. Heute sind die zerstörten Schaufenster und beschädigten Autos zu sehen. Diese Art des Protests bringt natürlich überhaupt nichts. Der Vorfall der Nacht wird jetzt von der Polizei untersucht werden, dafür gibt es eine gesonderte Abteilung, die sich ausschließlich mit den Vorwürfen gegenüber Polizisten beschäftigt, die „Abteilung zur Untersuchung von Polizisten“.

Ich kann nur hoffen, dass sich hier jetzt nicht ein neuer Unruheherd entwickelt. Bis jetzt war es in Jaffa immer ruhig geblieben, Araber und Juden leben dort friedlich zusammen. Alle Seiten sollten jetzt für eine Abkühlung sorgen, trotz des sehr heißen Sommers.

Am heutigen Nachmittag wird das Militärgericht in Tel Aviv seine Entscheidung bezüglich des Einspruchs gegen das Urteil von Elor Azaria, veröffentlichen. Azaria, der momentan zuhause unter Hausarrest steht, nachdem er seinen dreijährigen Armeedienst beendet hatte, wurde der Tötung eines bereits am Boden liegenden Terroristen für schuldig gesprochen unf zu einer Freiheitsstrafe von abderthakb Jahren verurteilt. Der Anwalt von Ataria sowie auch die Staatsanwaltschaft hatten daraufhin Berufung eingelegt. Während der Anwalt von Azaria einen Freispruch fordert, verlangt die Staatsanwaltschaft eine höher Freiheitsstrafe Auch wenn das Gericht heute den Einspruch von Elor Azaria ablehnen sollte, wird hier das letzte Wort noch nicht gesprochen worden sein. Danach kann er sich mit einer Berufung an das Oberste Gericht wenden oder den Staatspräsidenten um eine Begnadigung bitten. Mehr darüber in unseren Meldungen.

Am Freitag gab es Probleme mit unserem Server, zeitweise gab es keinen Zugang zu unserer Internetseite und auch der Newsletter hat aus diesem Grund unsere Leser nicht erreichen können. Heute sollte alles wieder in Ordnung sein.Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Sonntag, ich hoffe, dass sich auch hier bei uns alle Gemüter beruhigen werden. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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