Israel Heute Morgen

Heute schreibe ich Ihnen etwas später als sonst. Ein paar Worte über den Biblischen Zoo in Jerusalem, ein paar Bemerkungen und Gedanken zum schrecklichen Mord in Halamish und den Streit um die Metalldetektoren vor dem Tempelberg und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Heute schreibe ich Ihnen etwas später als sonst. Ich bin zusammen mit meiner Frau und unserer Tochter nach Jerusalem gefahren, natürlich nicht um 6 Uhr früh wie sonst. Schließlich sind ja Sommerferien, sie wollen einen Tag in Jerusalem verbringen. Unter anderem gehen sie heute in den berühmten Biblischen Zoo von Jerusalem. Dort sind wir, als die Kinder noch klein waren, immer sehr gerne hingegangen. Unsere Tochter hatte plötzlich Lust, mal wieder dort zu sein, Kindheitserinnerungen aufzuwecken. Eigentlich wollte sie das neue Aquarium besuchen, das vor kurzem eingeweiht wurde. Leider ist es noch nicht für Besucher geöffnet. Der Termin wurde um ein paar Wochen verschoben. Schade, aber auch sonst ist ein Besuch im Jerusalemer Zoo immer schön. Er ist die meistbesuchte Attraktion in Jerusalem, bemerkenswert. Der Zoo präsentiert unter anderem die Tiere, die in der Bibel erwähnt wurden. Ich habe nach einem neueren Video gesucht, um Ihnen den Zoo zu zeigen. Dabei fand ich dieses Video, es ist auf Englisch, gibt aber aber einen schönen Überblick.

Was das Wetter betrifft, so wird es langsam wieder etwas wärmer, eine neue Hitzewelle steht vor der Tür. Aber da es ja den ganzen Monat Juli schon sehr sehr warm war, merkt man gar nicht mehr, wann eine neue Hitzewelle da ist, es ist immer warm.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bewölkt bis heiter mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 33 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 30 Grad, Tiberias am See Genezareth 39 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Eilat am Roten Meer 41 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.535 m unter dem Meeresspiegel.

Und nun möchte ich noch etwas korrigieren, was meinen Bericht von gestern betrifft. Ich hatte Ihnen von dem schrecklichen Anschlag in der Siedlung Halamish erzählt und geschrieben, dass die Familie die Eingangstür nicht abgeschlossen hatte. Da war mir ein Fehler unterlaufen. Die Tür war geschlossen, der Terrorist hatte an der Tür geklopft und da die Familie weitere Gäste erwartete, hatte die Tochter des Hauseigentümers, Chaya, die Tür geöffnet. Und dann ging alles sehr schnell. Sie wurde als erste niedergestochen, ihr Bruder Elad kam zu Hilfe und soll Berichten zufolge mit dem Terroristen gekämpft haben. Aber er, wie auch sein Vater, hatten keine Chance. Gestern Abend fand bei uns in Modiin die Beerdigung der drei Opfer statt.

Die frischen Gräber in Modiin, gestern (Foto: Yonatan SInger/Flash90)

Mehrere tausend Menschen waren anwesend. Über Chaya wurde erzählt, dass sie eine beliebte Lehrerin einer Grundschule in Lod gewesen sei. Sie wurde im zur besten Lehrerin gewählt und sollte zu Beginn des neuen Schuljahres geehrt werden. Dazu wird es leider nicht mehr kommen. Der Terrorist liegt jetzt im Krankenhaus. Einige Minister verlangen die Todesstrafe, die ist in den Militärgerichten in Judäa und Samaria erlaubt. In der Zeitung las ich Stimmen für und gegen eine Todesstrafe. Viele meinen, es nütze eh nichts, da diese Terroristen eigentlich bei ihren Anschlägen sowieso sterben wollen, um ins Paradies zu kommen. Man solle die Familie des Terroristen in die Wüste schicken, ihre Bankkonten schließen, damit sie keine Gelder als Belohnung für die Tat ihres Sohnes erhalten könnten, war ein anderer Vorschlag. Ich weiß nicht, was für eine Strafe diese gehirngewaschenen und fanatischen Terroristen davon abhalten würde, Taten wie die vom Freitag zu begehen. Ich weiß es wirklich nicht.

Auch bezüglich der Zukunft der Metalldetektoren ist noch keine Entscheidung gefallen. Der Minister Beni Begin sagte gestern, dass, wenn die Moslems den Tempelberg jetzt nicht betreten wollten, sie es ja lassen könnten. Ganz einfach. Israel wird vorgeworfen, sie würde den Moslems den Zugang zum Tempelberg verwehren und sie damit in ihrer freien Religionsausübung behindern. Das ist natürlich nicht wahr. Jeder Moslem, der auf dem Tempelberg beten will, kann das auch jetzt, in diesem Moment, tun. Er muss nur durch das Tor mit dem Metalldetektor gehen, so wie wir das auch an der Klagemauer oder bei den Eingängen in Einkaufszentren oder Museen machen. Es ist doch zu unserer eigenen Sicherheit. Wann wir die Welt das begreifen? Aber klar, es ist wirklich einen Frechheit von den Israelis, dass sie die Moslems daran hindern, neue Waffen auf den Tempelberg und in die Moschee zu schmuggeln.

Metalldetektoren an Eingängen heiliger Stätten ist gar nichts besonderes (Bild:Twitter Israelische Botschaft in Deutschland)

Und nun wünsche ich Ihnen und uns einen angenehmen und vor allem ruhigen Montag. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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