Israel Heute Morgen

Auf meinem Weg zum Bus konnte ich endlich mal wieder eine leichte „kühle Brise“ verspüren. Ein paar Worte über eine viel zu lange Busfahrt voller Pannen nachhause, U-Boote und Metalldetektoren in den Schlagzeilen und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Auf meinem Weg zum Bus konnte ich endlich mal wieder eine leichte „kühle Brise“ verspüren. Jerusalem ist sonst bekannt für den kühlen Wind am Abend, daher wird in fast jedem Reiseführer empfohlen, in Jerusalem immer eine leichte Jacke mitzunehmen für die Abendstunden. Doch in den letzten Tagen der extremen Hitze war von diesem Wind nichts zu spüren, bis gestern. In Modiin war es dann wieder sehr warm, auch am Abend. Ich habe schon von Leuten gehört, die nach Modiin gezogen waren und die Stadt nach kurzer Zeit wieder verlassen hatten, es war ihnen einfach zu heiß im Sommer. Bei uns zuhause machen wir die Klimaanlage an, dann ist das Problem gelöst, bis zur nächsten Stromrechnung jedenfalls.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem leichten Rückgang der Temperaturen im Landesinneren und in den Bergen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 31 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 31 Grad, Tiberias am See Genezareth 40 Grad, am Toten Meer 40 Grad, Eilat am Roten Meer 42 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter gesunken und liegt nun bei -213.485 m unter dem Meeresspiegel.

Heute früh auf dem Weg zum Bus in Modiin, es gab endlich mal wieder ein paar Wolken am Himmel.

Gestern wollte ich einfach mal etwas früher nachhause fahren. So entschloss ich mich, einen früheren Bus zu nehmen statt meinen Bus um 17 Uhr. So nahm ich ich einen Bus um kurz nach vier. Er fährt allerdings nicht auf der Schnellstraße 1 wie der Bus um fünf, sondern auf der Straße 443, aber er fährt fast direkt nach Modiin, bis auf einen Zwischenstopp. Ich dachte, ich würde so gegen 17 Uhr zuhause sein, die Zeit, wo ich sonst immer erst den Bus nehme. Doch gestern kam alles anders. Am Ende kam ich sogar noch 10 Minuten später nachhause als sonst. Die frühe Heimfahrt war ein totaler Reinfall. Sie begann mit Staus noch innerhalb Jerusalems, anschließend rasierte unser Bus noch den Seitenspiegel eines Autos ab, dass störend am Straßenrand stand. Danach noch ein kleiner Stau auf der Straße 443, so dass ich erst nach 17 Uhr Modiin erreichte und dann noch eine Viertelstunde auf den Anschlussbus warten musste, der mir sonst erspart bleibt. Denn der Bus um 17 Uhr hält fast vor meiner Haustür. Das war also nichts, heute werde ich dann wieder bequem durch die Stadt zum Bus gehen und dann um 17 Uhr über die Strasse 1 nachhause fahren, 30 Minuten Bus maximum. So habe ich noch Zeit, etwas durch den Machane Jehuda Markt zu spazieren. Die Stadt ist momentan voller Touristen. Es ist schön, wenn man sich zuhause als Tourist fühlen kann. Gibt es eine tollere Stadt als Jerusalem ? Von Modiin mal abgesehen, meine ich.

Trotz der gestrigen Probleme bereue ich nicht meine Entscheidung, mit dem Bus zu fahren. Ich war seit zwei Wochen nicht mehr an einer Tankstelle. Sonst musste ich immer schon nach 5-6 Tagen an den Zapfhahn und für um die 300 Shekel, ca. 75 Euro, tanken. Das war mir einfach zuviel. Für diese 300 Shekel fahre ich jetzt einen ganzen Monat lang nach Jerusalem und kann auch die städtischen Busse in Modiin und Jerusalem benutzen. Und die Straßenbahn. In zwei Jahren kommt dann vielleicht auch die Zugverbindung von Modiin nach Jerusalem dazu.

In den Nachrichten redet man zur Zeit nur von U-Booten und dem Tempelberg. Die Affäre „Akte 3000“ bezüglich des U-Boot Deals mit Deutschland wird immer verstrickter. Jetzt soll der Hauptverdächtige ein Kronzeuge werden. Und dieser würde auch von weiteren Geschäften etwas wissen. Was für ein Durcheinander. Ist die U-Boot-Affäre vielleicht nur die Spitze eines Eisberges? Nun wird auch untersucht, wer einem Verkauf deutscher U-Boote an Ägypten zugestimmt hatte. Die Zeitung Jediot Achronot berichtet heute, dass sich der israelische Staatspräsident Rivlin bei einem Besuch in Deutschland besorgt über einen geplanten Verkauf deutscher U-Boote an Ägypten geäußert hätte. Bundeskanzlerin Merkel hätte dann geantwortet, dass sich in ihrer Hand eine offizielle Zustimmung Israels für das Geschäft mit Ägypten befinde. Doch niemanden, weder dem Präsidenten noch Offiziellen der israelischen Sicherheit wussten von dieser Zustimmung.

Viele U-Boote sind seit einigen Tagen auf den Titelseiten der Zeitungen zu sehen.

Und auch auf und am Tempelberg ist es alles andere als ruhig. Für heute wurde ein „Tag des Zorns“ angesagt, auch wurden alle Moslems aufgerufen, nicht mehr auf, sondern vor dem Tempelberg zu beten, bis die Magnometer-Tore wieder entfernt werden. Ich habe keine Ahnung, wir es jetzt weitergehen soll. Ich hoffe nur, dass sich die Lage nicht noch weiter zuspitzen wird, der Tempelberg ist ein Pulverfass, das jeden Moment explodieren kann.

In der Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage wünsche ich Ihnen einen angenehmen und friedlichen Mittwoch. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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